• Wie lässt sich das Radlager wechseln?

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Radlager wechseln: Kosten, Fakten und Tipps

Der Wechsel des Radlagers spielt eine wichtige Rolle, um einen sicheren Fahrbetrieb zu ermöglichen. Radlager fördern das reibungsarme Rotieren der Räder, weshalb die Komponenten einen wichtigen Beitrag zu mehr Komfort und Struktur leisten. Aufgrund der häufig hohen Belastung sollte das Radlager regelmäßig in der Werkstatt überprüft werden, damit sich das Risiko einer möglichen Überlastung minimieren lässt. Nur so gelingt es, jederzeit auf der sicheren Seite zu sein und eine komfortable Lösung im Alltag zu ermöglichen. Der regelmäßige Wechsel ist daher für jedes Fahrzeug relevant.


Welchen Zweck erfüllen funktionale Radlager?

Das Radlager lässt die Räder eines Fahrzeugs reibungsarm und sicher rotieren. Durch die hohe Belastung während des Fahrens ist dies überaus wichtig, um den einwirkenden Kräften bei der Fahrt gerecht zu werden und die vorhandene Belastung effektiv auszugleichen. Durch die Verbindung aus Masse, Beschleunigung und Stößen kann es mitunter schnell zu Beschädigungen am Radlager kommen, weshalb das Auswechseln der Systeme in regelmäßigen Abständen wichtig ist. Der Radlagerwechsel ermöglicht in dieser Hinsicht einen sicheren und strukturierten Betrieb, ohne dass weitere Komponenten wie die integrierte Radnabe ebenfalls beschäftigt werden.


Wann steht ein Austausch der Radlager an?

Eine routinemäßige Überprüfung des Lagers in der Werkstatt ist meist die wirksamste Methode, um einem möglichen Defekt auf die Spur zu kommen. Je intensiver das Fahrzeug genutzt wird, desto häufiger sollte eine derartige Überprüfung stattfinden. In den meisten Fällen lässt sich die Untersuchung am Radlager auch mit weiteren notwendigen Kontrollen am Fahrzeug verbinden. So müssen Sie nicht ausschließlich für den Radlagerwechsel eine Werkstatt aufsuchen, sondern reduzieren spürbar Ihre Kosten.

Allerdings kann sich an vielen weiteren Aspekten bereits vor dem Besuch der Werkstatt zeigen, ob das Radlager defekt ist und somit ein Wechsel ansteht. Hierzu gehören in erster Linie Geräusche wie beispielsweise ein nicht zu überhörendes Brummen. Vorsicht ist auch an dieser Stelle bekanntlich besser als Nachsicht, weshalb die Räder regelmäßig geprüft werden sollte.


Diese Symptome deuten auf einen nötigen Wechsel hin:

Doch nicht nur das Brumm-Geräusch in Verbindung mit dem Lenkwinkel weist auf einen Defekt hin. Bei höheren Geschwindigkeiten wird dieses Geräusch durch ein zusätzliches Summen ergänzt, was bereits auf eine hohe Abnutzung des Radlagers schließen lässt. Darüber hinaus gilt als weiteres Indiz die Überprüfung direkt am Rad: Durch ein kurzes Wackeln am Reifen werden Lockerungen erkennbar, die sich mittelfristig zu einem großen Problem auf der Fahrbahn entwickeln können.

Während des Fahrens zeigt sich das Problem durch das Drehen mit erhöhtem Widerstand. Gleichzeitig kommt es zum Schleifen, wodurch der Kraftaufwand für das Radlager mit jedem weiteren Meter steigt. Auch das Drehen am betroffenen Rad funktioniert nicht mehr mit der bisher bekannten Leichtigkeit, wobei ebenfalls ein kritisches Geräusch zu hören ist. Wie genau sich das Rad bemerkbar macht, unterscheidet sich anhand des Zustandes am Radlager. Ein defektes Radlager macht sich somit deutlich schneller bemerkbar als eine Komponente, die sich grundsätzlich noch in passablem Zustand befindet.


Was sind die Folgen eines defekten Radlagers?

Nicht jedes Lager verhält sich genau wie das andere. Bei einem Defekt kann es deshalb in der Regel zu einem der folgenden 3 Probleme kommen, die sich bei aktiver Teilnahme am Straßenverkehr schnell zum Risiko entwickeln können:

Deutlich steigende Lautstärke

Das laute Geräusch eines defekten Radlagers ist nicht nur für Sie hörbar. Es macht sich während der Fahrt sowohl innen als auch außen deutlich bemerkbar, was Sie und andere Verkehrsteilnehmer vom Verkehr ablenkt. Besonders bei hohem Tempo oder kurvigen Strecken mutiert der Defekt am Lager zusehends zu einer akustischen Belastung, weshalb eine unverzügliche Reparatur in der Werkstatt unbedingt geboten ist.

Schäden am Lagersitz

Schäden am Lagersitz

Neben der akuten Beschädigung am Radlager kann es auch am Lagersitz zu Defekten kommen. Rund um Rad und Radnabe ist es wichtig, den Wechsel frühzeitig durchzuführen und den Defekt zu beseitigen. Das verschafft Ihnen die Möglichkeit, zusätzliche hohen Kosten für weitere teure Reparaturen am Lagersitz einzusparen und lediglich das Lager reparieren zu müssen.

Mangelnde Fahrtüchtigkeit

Mangelnde Fahrtüchtigkeit

Wenn das Radlager zunehmend anfällig wird und irgendwann zu einem kompletten Stillstand führt, ist es häufig schon zu spät. Denn dreht sich das Rad nicht mehr, haben Sie als Fahrer keine Kontrolle über das Fahrzeug mehr. Dies kann grundsätzlich bei jeder Geschwindigkeit eintreten, was besonders bei hohem Tempo schwerwiegende Folgen für alle Insassen des Fahrzeugs haben kann.


Wie funktioniert der Wechsel der Radlager?

In den meisten Fällen lässt sich der Radlagerwechsel schnell und unkompliziert in der Werkstatt durchführen. Sowohl freie Werkstätten als auch Vertragspartner bieten einen passgenauen Service und können das Problem ohne lange Wartezeiten beheben. Wer rund um die mit dem Radlager verbundenen Teile wie die Radnabe oder das Rad auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich dennoch am besten für einen professionellen Partner entscheiden. Auch haben Sie die Option, den Wechsel des Radlagers in Eigenregie durchzuführen.In puncto Kosten lohnt sich diese Möglichkeit mit Sicherheit, kann anhand Ihrer jeweiligen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten allerdings deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.


So lässt sich der Wechsel am Radlager selbstständig durchführen

Wer sich gegen die Werkstatt und für einen selbstständigen Wechsel der Radlager entscheidet, sollte ausreichend Material zur Verfügung haben. Dies bezieht sich nicht nur auf die klassischen Werkzeuge, sondern vor allem auf einige spezielle Materialien für eine gelungene Umsetzung. Die folgenden Materialien benötigen Sie für den vollständigen Radlagerwechsel:

  • Schlüsselsatz
  • Drehmomentschlüssel
  • Option zum Aufbocken
  • Hydraulikpumpe zum Radlagerwechsel

In nur wenigen Schritten können Sie dafür sorgen, alle wichtigen Komponenten auszutauschen und das Fahrzeug auch ohne die teure Reparatur in der Werkstatt wieder in Ordnung zu bringen. Achten Sie aus diesem Grund auf die folgende Reihenfolge, um eine sichere und strukturierte Lösung zu erreichen:

Bocken Sie das Fahrzeug auf oder fahren es auf eine Hebebühne.

Entfernen Sie die Räder sowie die Bremsscheiben des Fahrzeugs.

Prüfen Sie das freiliegende Radlager auf Defekte.

Pressen Sie das Radlager anschließend mithilfe von Spezialwerkzeug oder einer Hydraulikpumpe aus seiner Fassung.

Pressen Sie den neuen Radlagersatz in die Fassung ein.

Montieren Sie im Anschluss die Bremsscheiben und die Räder.

Kontrollieren Sie final das Spiel der Räder mit dem neu verbundenen Radlager.

Prüfen Sie die Leichtgängigkeit der Reifen.

Senken Sie das Fahrzeug wieder ab.


Wie viel Zeit nimmt der Radlagerwechsel in Anspruch?

Wenn Sie sich mit den wichtigsten Grundlagen des Radlagerwechsels bereits auskennen, benötigen Sie für den Wechsel nicht viel Zeit. Sowohl private Anwender als auch die professionelle Werkstatt sind in der Lage, alle wichtigen Details in nur 30 Minuten zu bewerkstelligen. Das macht sich auch an den Kosten der Umsetzung bemerkbar, wodurch der Radlagerwechsel in den meisten Fällen ohnehin keine kostspielige Angelegenheit ist. Erst wenn durch zu spätes Handeln weitere Beschädigungen auftreten, steigen proportional auch die Kosten entsprechend an und machen den Wechsel zu einer überfälligen und ziemlich teuren Maßnahme.


Welche Kosten entstehen durch den Wechsel?

Die erste Komponente des Wechsels ist die Anschaffung eines neuen Radlagers. Je nach Modell des Fahrzeugs liegen die Kosten für die Anschaffung zwischen 60 und 200€. Diese Kosten werden anschließend durch den Zeit- und Arbeitsaufwand ergänzt, was vom Zustand des Radlagers abhängig ist. Sollte sich das Lager bereits festgefressen haben, ist deutlich mehr Aufwand nötig, wodurch auch die Kosten deutlich ansteigen können.

Eine weiterer Faktor zur Bestimmung der Kosten ist der Anteil der auszutauschenden Radlagersätze. An den Antriebsrädern nimmt der Austausch meist deutlich mehr Zeit in Anspruch, was sich finanziell schnell bemerkbar macht. Insgesamt entstehen für die Verbindung aus Radnabe, Rad und Radlager Kosten in Höhe von maximal 300€, die um bis zu 80€ für die Umsetzung einer Arbeitsstunde ergänzt werden. Wer den Wechsel selbstständig durchführt, braucht lediglich mit den reinen Materialkosten rechnen.


Unsere Tipps zur Vermeidung von Schäden am Radlager

Vorsichtige und nachhaltige Fahrweise

Je stärker das Rad belastet wird, desto schneller entstehen Schäden am Radlager. Sie haben es daher zum größten Teil selbst in der Hand, die Langlebigkeit der Komponenten zu verlängern und weiterführende Beschädigungen zu vermeiden. Mit Vorsicht und einer überlegten Fahrweise steht einer langen Nutzbarkeit des Radlagers nichts im Weg.

Überlastung der Reifen vermeiden

Neben mangelnder Vorsicht ist auch die Überlastung der Reifen ein nicht zu unterschätzendes Problem. Schnelle Start- und Stopp-Phasen bedeuten eine weitere Belastung für die Reifen, wodurch größere Kräfte zum Ausgleich erforderlich werden. Je vorsichtiger die Beschleunigung der Reifen vonstattengeht, desto besser lässt sich die Struktur aus Rad, Radnabe und Lager verbinden.

Weiterführenden Schäden vorbeugen

Die meisten Kosten entstehen nicht durch den Wechsel des Radlagers. Erst wenn zu lange auf einen Radlagerwechsel verzichtet wurde, entstehen die größten Beschädigungen, weshalb Sie möglichst rechtzeitig reagieren sollten. Warten Sie daher nicht zu lange mit einem Austausch, sondern wagen schon frühzeitig einen Blick auf die Beschaffenheit des Radlagers.

Rechtzeitig auf Geräusche reagieren

Ein störendes Geräusch ist in den meisten Fällen der erste Hinweis darauf, dass mit dem Radlager etwas nicht stimmt. In einem solchen Fall sollten Sie daher für eine umfassende Prüfung sorgen, um die eigenen Risiken zu minimieren und die Sicherheit zu gewährleisten.

Ganzheitliche Wartungen durchführen

Häufig findet die Suche nach einem Defekt in der Werkstatt nur an bestimmten Stellen statt. Auch wenn es auf den ersten Blick mehr Aufwand bedeutet, bietet sich eine ganzheitliche Überprüfung an. So lässt sich neuer Verschleiß schnell finden und effektiv beheben.

Passgenaue Komponenten verwenden

Nicht jedes Radlager eignet sich auch für jedes Fahrzeug. Achten Sie bei der eigenständigen Besorgung des benötigten Materials auf die Eignung für Ihr Auto und erwerben die dafür vorgesehenen Produkte. In der Regel erfolgt dies in der Werkstatt bereits automatisch, indem die Experten vor Ort die infrage kommenden Komponenten für Sie auswählen.

Qualitativ hochwertige Werkstatt wählen

Falls Sie sich nicht selbst um den Radlagerwechsel kümmern können oder möchten, sollten Sie bei der Wahl einer geeigneten Werkstatt nicht nur auf den günstigsten Preis achten. Auch die Kompetenz in Sachen Austausch und Einbau spielt hierbei eine wichtige Rolle, weshalb Sie nicht die erstbeste Werkstatt beauftragen sollten.


So verringern Sie Ihre Kosten beim Wechseln der Radlager

Ein sicherer, bequemer Austausch der Radlager geht nicht zwingend mit hohen Kosten einher. Sie entscheiden selbst, welche Lösung sich aus Ihrer Sicht am besten eignet und worauf es beim Wechsel des Radkastens ankommt. In Verbindung mit unserer hervorragenden Anleitung sind Sie auf der sicheren Seite, um den Radlager-Tausch so einfach und strukturiert wie möglich zu gestalten.


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