• Motorradführerschein Kosten im Überblick

    Motorradführerschein Kosten im Überblick

    Unterschiede, Voraussetzungen und Finanzierungsmöglichkeiten

Welche Kosten entstehen beim Motorradführerschein?

Wer einen Motorradführerschein machen möchte, unterscheidet sich im Bereich der Führerscheinklasse vom gewöhnlichen PKW. Auch im Bereich der Preise gibt es einige Unterschiede, die zuvor beachtet werden sollten. Aber worauf genau sollte für die Wahl der Fahrschule rund um den Motorradführerschein geachtet werden? In diesem Beitrag erhalten Sie die richtigen Ansätze, um in Zukunft mit dem Motorrad auf den Straßen unterwegs zu sein und von einer guten Fahrausbildung zu profitieren.


So unterscheiden sich die Führerscheinklassen für Motorräder

Wenn Sie selbst mit einem motorisierten Zweirad unterwegs sein möchten, stehen Ihnen grundsätzlich 4 Führerscheinklassen zur Verfügung. Die Klasse AM bezieht sich auf leichte Räder, deren maximale Geschwindigkeit nicht über 45 km/h liegt. Zu diesem Bereich gehören auch vierrädrige Straßen-Quads, deren Nutzleistung die 4 kW nicht überschreitet. Wer sich für diese Führerscheinklasse entscheidet, kann bereits mit 16 Jahren beginnen. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Führerschein der Klasse B ist die Klasse AM jedoch gleich inkludiert.

Die nächsthöhere Führerscheinklasse heißt A1, deren Fahrzeuge einen Hubraum von maximal 125 ccm3 vorweisen und nicht über mehr als 11 kW Leistung verfügen. Für dreirädrige Kraftfahrzeuge liegt die Leistungsbeschränkung bei 15 kW. Die Altersgrenze für diese Führerscheinklasse liegt ebenfalls bei 16 Jahren. Wer sich hingegen für die Klasse A2 entscheidet, ist auf 35 kW beschränkt. Dieser Führerschein lässt sich im Alter von 18 Jahren erhalten und ermöglicht bereits ein deutlich höheres Tempo als die Varianten der vorherigen Klassen.

Die Königsdisziplin ist dann jedoch der Motorradführerschein der Klasse A. Wer bisher keine Erfahrungen vorweisen kann, darf diesen Führerschein ab dem Alter von 24 Jahren machen. Sollte bereits seit mehr als 2 Jahren die Führerscheinklasse A2 abgeschlossen sein, darf die Klasse A bereits mit 20 Jahren absolviert werden. In diesem Bereich sind alle Krafträder integriert, wodurch es keine Einschränkungen innerhalb der Leistung mehr gibt.

Unterschiede der Führerscheinklassen
Unterschiede zur Führerscheinklasse B

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Führerscheinklasse B

Auf den ersten Blick sind die Unterschiede zwischen den Klassen A und B sehr groß. Neben der Theorie gibt es zwischen beiden Abläufen wenig Gemeinsamkeiten, da für die praktische Nutzung vollkommen neue Abläufe und Strukturen erforderlich sind. Dennoch zeigen sich zahlreiche Vereinfachungen, die mit der Führerscheinklasse B geboten werden. So lassen sich durch die integrierte Führerscheinklasse AM bereits die ersten Erfahrungen mit Leichtkrafträdern sammeln, ohne dass zusätzliche Anforderungen zu erfüllen sind.

Seit dem 31.12.2019 hat sich in Hinblick auf den Motorradführerschein eine gravierende Änderung ergeben, wodurch für Besitzer des Führerscheins der Klasse B keine Prüfungen mehr erforderlich sind. Die damit verbundene Gesetzesänderung zur Klasse B196 macht es möglich, nach einem Besitz des Führerscheins für mindestens 5 Jahre sowie ab einem Alter von 25 Jahren den Führerschein der Klasse A zu erhalten. Mit neun 90-minütigen Unterrichtseinheiten wird auf diese Weise das nötige Wissen vermittelt, wodurch einer Teilnahme am Straßenverkehr anschließend nichts mehr im Weg steht.


Die Qualifikationen und Voraussetzungen für den Führerschein

Rund um die Voraussetzungen für die Fahrerlaubnis gibt es nur wenig Unterschiede zum Fahren mit dem PKW. Auch hierbei sollten gesundheitliche Fitness und Selbstvertrauen vorhanden sein, um mit nur zwei Rädern über die nötige Sicherheit zu verfügen. Besonders die ersten Fahrstunden sind aus diesem Grund eine Herausforderung, an die es sich zu gewöhnen gilt. Sobald die ersten Stunden jedoch erfolgreich bewältigt wurden, steht auch den weiteren Erfolgen rund um den Führerschein nichts mehr im Weg. Dies macht die Klasse A zu einer guten Wahl, um mit unbegrenzter Leistung auf 2 Rädern unterwegs zu sein.

Qualifikationen und Voraussetzungen für den Motorradführerschein

Wo wird der Motorradführerschein gemacht?

Wie für den PKW Führerschein benötigen Sie auch für den Motorradführerschein eine professionelle Fahrschule. In dieser erhalten Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Theoriestunden und können im Anschluss mit der Praxis beginnen. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Fahrschule jedoch darauf, dass diese auch die gewünschte Klasse anbietet. Während der Durchführung Ihrer Praxisstunden haben nur Sie die Kontrolle über das Fahrzeug, wodurch der Fahrlehrer wenig Einfluss hat.

Zwar erhalten Sie über die technische Verknüpfung direkte Anweisungen, in welche Richtung gefahren werden soll oder welche Gefahren anstehen, bremsen und lenken können allerdings nur Sie. Der damit verbundene Aufwand ist für viele Fahrschulen ein Negativargument, weshalb eine gute Fahrschule für den Motorradführerschein gar nicht so einfach zu finden ist. Aus diesem Grund müssen Sie häufig mit höheren Kosten als beim Führerschein für PKWs rechnen.

Gültigkeit und Aktualisierung des Motorradführerscheins

Anhand der neuesten Festlegung müssen Führerscheine alle 15 Jahre umgetauscht werden. Dies gilt sowohl für die Fahrerlaubnis der Klasse B als auch für den Motorradführerschein der Klasse A. Zum Erhalten des neuen Führerscheins wird jedoch keine weitere Prüfung nötig, da der Umtausch eine rein formelle Maßnahme darstellt. Hierzu sollten Sie mit ungefähren Kosten in Höhe von 20 € rechnen, die für die weitere Nutzung des Motorrads alle 15 Jahre auf Sie zukommen.

Gültigkeit und Aktualisierung des Führerscheins

In 5 Schritten zum Motorradführerschein

Wer sich allerdings dafür entscheidet, den Führerschein der Klasse A innerhalb der Fahrschule zu machen, muss sich in der Regel auf einen festen Ablauf einstellen. Um die abschließende Prüfung mit Erfolg zu bewältigen, sollten Sie sich daher an die folgende Checkliste halten. In dieser erhalten Sie alle relevanten Informationen für Ihren Motorradführerschein und wissen genau, welche Bereiche nach aktuellem Stand noch bevorstehen.

Schritt 1: Vorbereitung

Die Vorbereitung für den Führerschein

Damit Sie den Führerschein rund um das Motorrad beginnen können, ist eine vollständige Anmeldung erforderlich. Hierzu sind wie bei der klassischen Fahrausbildung ein biometrisches Passbild sowie ein praktischer Sehtest erforderlich. Dieser Test wird durch die Ausbildung zur Ersten Hilfe ergänzt, die in der Regel einen Tag in Anspruch nimmt.

Bevor Sie dann die ersten Stunden nehmen können, müssen Sie sich zudem beim zuständigen Straßenverkehrsamt anmelden und die passende Fahrschule auswählen. Dort erwarten Sie dann weitere Gebühren, die Sie zur Teilnahme an der theoretischen Ausbildung berechtigen und ein strukturiertes Vorgehen vereinfachen.

Schritt 2: Theorie

Theoretische Stunden in der Fahrschule

Mit insgesamt 12 Themen Grundstoff lernen Sie die Grundlagen des Verhaltens im Straßenverkehr. Dies nimmt je nach Fahrschule pro Thema meist etwa 90 Minuten in Anspruch, wobei sich häufig 2 Themen miteinander verbinden lassen. Ergänzend zum Grundstoff kommen dann 4 motorradspezifische Einheiten auf Sie zu.

Sollten Sie bereits über einen Führerschein verfügen, müssen Sie nur die Hälfte des Grundstoffs erneut besuchen. Als Vorbereitung auf die Prüfung kann dies aber durchaus hilfreich sein.

Schritt 3: Praxis

Praktische Fahrstunden mit dem Motorrad

Für den Ablauf der Sonderfahrten schreibt der Gesetzgeber 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Fahrten bei Dunkelheit vor. Wenn Sie bereits über eine Fahrerlaubnis der Klasse A1 verfügen, reduzieren sich die Sonderfahrten um jeweils 2 Stunden. Neben den Sonderfahrten nehmen Sie anschließend weitere Fahrstunden, in denen Sie sich Schritt für Schritt an den Straßenverkehr gewöhnen und den Umgang mit dem Fahrzeug erlernen.

Als Erweiterung hierzu dienen sich zahlreiche Grundfahrübungen an, die die Sonderfahrten ergänzen. Mit Übungen zum kleinen Slalom sowie zum großen Slalom mit 30 km/h und praktischen Übungen zum Bereich Stop & Go lässt sich die Nutzung des Motorrads erlernen. Weiterführende Übungen sind dann das Ausweichen ohne Bremsen, die Gefahrenbremsung sowie das Fahren von Kreisen oder Achten.

Schritt 4: Theorieprüfung

Die Überprüfung der Theorie

Nach dem abgeschlossenen Theorieunterricht und der Bestätigung durch die zuständige Behörde, dürfen Sie Ihre Theorieprüfung ablegen. Diese umfasst 20 Fragen zum Grundstoff und weitere 10 Fragen zum Zusatzstoff. Jede einzelne Frage ist mit einer Punktzahl zwischen 2 und 5 versehen, die der Anzahl möglicher Fehler entspricht. Die Prüfung ist bestanden, wenn Sie 10 oder weniger Fehlerpunkte sammeln.

Schritt 5: Praxisprüfung

Die Überprüfung der Praxis

Die praktische Prüfung mit dem Motorrad dauert etwa 60 Minuten. Damit Sie diese absolvieren dürfen, müssen allerdings alle Sonderfahren bereits bewältigt worden sein. Aufbauend mit technischen Grundfragen zum Fahrzeug geht es anschließend zum Übungsplatz, um die Grundaufgaben zu bewältigen. Der Rest der Prüfung wird dann im klassischen Straßenverkehr verbracht, wobei die Anweisungen direkt aus dem Fahrschulfahrzeug kommen.

Auf Wunsch lässt sich der Autoführerschein auch mit dem Motorradführerschein verbinden, um sich eine doppelte Ausbildung zu sparen. Hierbei lassen sich die Pflichtstunden und Sonderfahrten deutlich reduzieren, um mit geringeren Kosten und mehr Kontinuität am Führerschein zu arbeiten. Suchen Sie sich daher eine professionelle Fahrschule für die Ausbildung und vertrauen auf strukturierte Abläufe.


Mit welchen Kosten müssen Sie beim Motorradführerschein rechnen?

Die Kostenbereiche unterscheiden sich für den Motorradführerschein nur in Details von den Kosten für den Autoführerschein. Für die Vorbereitung mit Anmeldung, Passbildern, Lehrmaterial, Sehtest und Erste Hilfe Kurs kommen insgesamt Kosten von etwa 150 € auf Sie zu, die praktisch als Vorbereitung zu bezahlen sind. Direkt im Anschluss kommt die Gebühr in der Fahrschule auf Sie zu, die meist zwischen 150 € und 250 € liegt. Diese berechtigt Sie zur Teilnahme am Theorieunterricht in der Fahrschule sowie zum Beginn mit der praktischen Grundausbildung.

Auch im Bereich der Fahrstunden sind die Kosten leicht höher als mit dem PKW, weshalb Sie je nach Bundesland mit einem Wert zwischen 30 € und 50 € pro 45-minütiger Fahrstunde rechnen sollten. Dazu kommt die Gebühr für die Sonderfahrten, die entsprechend der Kosten der klassischen Fahrstunden dann zwischen 32 € und 55 € liegen. Wie hoch die Kosten im Anschluss wirklich ausfallen, ist dann wiederum von der Anzahl an Fahrstunden als Vorbereitung für die Prüfung abhängig.

Sobald Sie sich fit für die Prüfung fühlen, kommt in den meisten Fällen die Gebühr für die Vorstellung auf Sie zu. Für die theoretische Prüfung liegt diese meist zwischen 50 € und 80 €, für die praktische Prüfung liegen diese hingegen zwischen 100 € und 200 €. Die theoretische Prüfung kostet pro Versuch anschließend 20,83 €, die praktische Prüfung belastet Sie mit Kosten in Höhe von 112,81 €.

Variable Angelegenheiten beim Führerschein

Die Kosten für den Motorradführerschein sind variabel

Grundsätzlich haben Sie selbst in der Hand, welche Kosten auf Sie zukommen. Umso besser Ihnen die Einarbeitung in das Fahren mit dem Motorrad gelingt, desto weniger Übungsstunden werden Sie benötigen. Dennoch ist es sehr wichtig, die Gebühr für den Führerschein nicht unüberlegt zu drücken, damit im Straßenverkehr die nötige Sicherheit geboten wird. Sie entscheiden neben den vorgeschriebenen Sonderfahrten aus diesem Grund selbst, wie viel Zeit und Aufwand Sie in Ihre Vorbereitung auf die Prüfung stecken möchten und wie die Kosten aussehen sollen.

Die Kosten für den Motorradführerschein - ein Praxisbeispiel

Sie möchten den Motorradführerschein der Klasse A machen. Erfahrungen haben Sie bisher keine vorzuweisen. Neben den Anschaffungs- und Anmeldungskosten in Höhe von 160 € erhebt Ihre Fahrschule eine Grundgebühr von 119 € sowie Vorstellungsgebühren von jeweils 49 € und 115 €. Für einzelne Übungsstunden, von denen Sie 15 in Anspruch nehmen, berechnet die Fahrschule jeweils 34 €. Die 12 gesetzlich vorgeschriebenen Sonderfahrten kosten jeweils 37 €.

Kostenbeispiel Motorradführerschein
Kostenbeispiel Motorradführerschein

Ihre Möglichkeiten zur Finanzierung des Motorradführerscheins

Auch wenn sich die Kosten durchaus mit eigener Kraft reduzieren lassen, stellt der Führerschein rund um das Motorrad eine enorme Investition dar. Besonders bei einer Verbindung mit der Fahrerlaubnis der Klasse B steigen die Kosten deutlich an, weshalb sich gute Ansätze zur Finanzierung empfehlen. Mit dem passenden Kleinkredit lässt sich beispielsweise die gewünschte Summe zu geringen Zinsen erhalten, um nicht auf den Motorradführerschein verzichten zu müssen.

Gleiches gilt für den Abschluss eines kleinen Ratenkredits , dessen Summe Sie flexibel zwischen 1.500 € und 80.000 € wählen können. So steht einer strukturierten Ausbildung mit dem Motorrad nichts mehr im Weg, um sich gut auf die Prüfung vorzubereiten. Beide Möglichkeiten zur Finanzierung lassen Sie schnell mit der Ausbildung für Ihren Führerschein beginnen, ohne dass es zu Verzögerungen kommen muss. Warum also nicht lernen, mit dem Motorrad zu fahren?


Mit dem Motorradführerschein zu mehr Flexibilität im Straßenverkehr

Wer sich für den Motorradführerschein entscheidet, muss sich auf eine stattliche Gebühr und hohe Kosten einstellen. Dennoch ist es ein unbeschreibliches Gefühl, selbst mit dem Motorrad unterwegs zu sein und die volle Kontrolle zu behalten. Rund um die Ausbildung ist es daher eine gute Wahl, Fahrstunden mit dem Motorrad zu wählen und schnell flexibler zu werden. Suchen Sie sich aus diesem Grund eine Fahrschule aus, die Ihren Vorstellungen in den Bereichen Ablauf und Kosten voll und ganz gerecht wird. So steht einer erfolgreichen Prüfung mit dem Motorrad nichts mehr im Weg.

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