• Fahrtkosten berechnen: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

    Fahrtkosten berechnen

    Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen.

Fossile Ressourcen werden knapp - Spritpreise werden immer teurer

Die Spritpreise sind heutzutage ständigen Schwankungen ausgesetzt. Aufgrund der vielen Einflussfaktoren lassen sich Prognosen daher nur schwer abgeben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Fahrtkosten berechnen und derzeit (Stand: 2020) steuerlich geltend machen. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihre Kosten senken können.


Kostenfaktoren der Fahrtkosten

Icon: Distanz und Strecke

Distanz und Strecke:

Die Entfernung des Zielorts ist ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Berechnung Ihrer Fahrtkosten. Wollen Sie in ein anderes Land oder einfach nur in eine naheliegende Stadt fahren? Wenn Sie beispielsweise in Frankfurt starten, ist die Fahrt nach Ludwigshafen natürlich günstiger, als die Fahrt in die Niederlande. Außerdem kann die Entfernung auch je nach der Strecke, die Sie fahren, variieren. Von Frankfurt z.B. nach Venlo, Niederlande, gibt es viele Strecken, die Sie nehmen können: über die A3 müssen Sie 287 km und über die A45 304 km fahren.

Icon: Spritverbrauch des Autos

Spritverbrauch:

Eine andere Sache, die Sie beachten müssem, ist der Spritverbrauch des Autos und ihres Fahrstils. Im Allgemeinen wird der Spritverbrauch durch Faktoren wie den Fahrzeugtyp und der Kraftstoffart beeinflusst. Sparsame und mittelgroße Autos verbrauchen durchschnittlich 5-6 Liter Kraftstoff pro 100 km Fahrstrecke. Wenn Ihr Auto 8 Liter Kraftstoff verbraucht, können die Kosten bereits um bis zu 50% steigen. Allerdings müssen Sie auch Ihren Fahrstil beachten, gehören Sie zu den rasanten oder den spritsparenden Fahrern?

Icon: Spritpreise

Spritpreise:

Selbstverständlich spielt auch der Spritpreis selbst bei der Bestimmung Ihrer Fahrtkosten eine tragende Rolle. Die Kraftstoffpreise können sich mehrmals täglich ändern, was auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen ist: Euro-Dollar-Kurs, aktuelle Nachfrage und schwankende Rohölpreise. Es hängt auch davon ab, in welchen Städten Sie Ihren Treibstoff kaufen werden.

Der aktuelle Durchschnittswert (Stand: Februar 2020) der Benzin- und Dieselpreise in Deutschland beträgt:

  • Super E5 - 1,39 € pro Liter
  • Super E10 - 1,38 € pro Liter
  • Diesel - 1,26 € pro Liter
Entwicklung der Spritpreise

Der Trend der Spritpreise

Im Dezember 2019 wurde durch eine veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes eine Steuererhöhung für Benzin und Diesel erneut zur Diskussion gestellt. Diese empfiehlt zur Reduzierung der Schadstoffemissionen im Verkehrsbereich ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen, eine Erhöhung der LkW-Maut-Preise und eine Erhöhung der Benzin- und Dieselsteuer. Ab 2021 gilt auf Bundesebene ein CO2-Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen, der voraussichtlich mit höheren Spritpreisen einhergeht.


Fahrtkosten richtig berechnen

Es gibt viele online Fahrtkostenrechner, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Fahrtkosten zu berechnen, indem Sie einfach die von der Website benötigten Informationen angeben. Hier kommen Sie zu einem geeigneten Fahrtkostenrechner .

Neben den oben genannten Faktoren Strecke und Entfernung, Spritpreise und Spritverbrauch, berechnen Fahrtkostenrechner und die folgenden:

Gebühren:

Dazu gehören Parkscheine oder Mautgebühren auf der Autobahn.

Anzahl der Personen:

Wenn Sie mit (zahlenden) Fahrgästen fahren, können Sie das auch in den Rechner eingeben. So erfahren Sie, wie viel jede Person bezahlen muss.

Abnutzung:

Je nach Zweck der Berechnung können die Fahrkosten die Abnutzung des Autos beinhalten. Die Abnutzungskosten beziehen sich auf den Verschleiß von Reifen, Bremsscheiben, Motor, Getriebe und Luftfilter. Sie umfassen auch die Kosten für Reparaturen, Inspektionen und Ölwechsel. Einige Rechner empfehlen ihren Nutzern, das Feld für Abnutzungskosten mit 0,05 Euro pro Kilometer einer Strecke auszufüllen.

Die Verwendung eines Fahrtkostenrechners ist hilfreich bei der Planung einer Geschäftsreise oder eines Urlaubs. Sie erhalten Sie vorab einen Richtwert, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Ein Rechner kann Ihnen auch helfen zu erkennen, ob sich eine Geschäftsreise mit dem Auto lohnt. Sollten Sie zum Beispiel einen Mitfahrer mitnehmen oder nicht? Oder ist es billiger einfach die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, anstatt selbst mit dem Auto zu fahren?

Bild: Was ist ein Fahrtkostenrechner und wie funktioniert er

Beispiel für die Berechnung der Pendlerpauschale

Arbeitsweg:

Ein Arbeitnehmer fährt an 180 Tagen mit dem Auto zur Arbeit. Seine Strecke beträgt einfach 30 Kilometer am Tag. Diese Angaben müssen mit der gesetzlichen Kilometerpauschale von 0,30 € multipliziert werden.

180 Tage x 30 Kilometer x 0,30 Euro = 1.620 Euro

Dienstreise:

Anders sieht es bei geschäftlichen Reisen aus. Hier ist der Arbeitgeber im Normalfall verpflichtet, die Kosten nach § 670 BGB zu erstatten. Dabei gilt: Wird die Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, erhält der Arbeitnehmer den Wert des Tickets. Bei einer Fahrt mit dem eigenen Wagen richtet sich die Erstattung nach einer Pauschale für Kilometer.


4 Tipps, wie Sie Kosten sparen können

Tipp 1: Fahrten absetzen

Fahrten absetzen

Als Arbeitnehmer haben Sie die Möglichkeit, die Fahrtkosten für den einfachen Weg zu Ihrer Haupt-Arbeitsstätte von der Steuer abzusetzen. Sie können diese als Werbungskosten geltend machen. Dabei gilt, wie bereits erwähnt, eine Pendlerpauschale in Höhe von 30 Cent pro gefahrenem Kilometer. Achtung: Hierbei zählt nur die einfache Wegstrecke, nicht Hin- und Rückweg!

Tipp 2: Fahrgemeinschaft gründen

Fahrgemeinschaft gründen

Eine effektive Lösung stellt eine Fahrgemeinschaft dar. Egal, ob als Mitfahrer oder als Fahrer selbst, die Fahrtkosten werden durch die Anzahl der Personen geteilt. Wichtig: Jeder Mitfahrer der Fahrgemeinschaft sollte aus dem Umkreis sein, da sich ansonsten die Strecke verlängert. Zudem sollten Sie das kostengünstigste Auto verwenden. Zusätzlich können Sie auch einen wöchentlich wechselnden Fahrer bestimmen.

Tipp 3: Tanken zu den richtigen Zeiten

Zu den richtigen Zeiten tanken

Auch der Zeitpunkt des Tankens wirkt sich auf die Fahrtkosten aus. So tanken Sie unter der Woche am günstigsten während die Spritpreise in der Regel an Sonn- und Feiertagen ansteigen. Das können schnell mal einen Unterschied von 2-3 Cent pro Liter bewirken. Die Tageszeit hat ebenfalls einen Einfluss auf die Spritkosten. Zwischen 18 und 19 Uhr können Sie normalerweise am preiswertesten tanken. Zwischen 23 und fünf Uhr in der Früh ist es hingegen am teuersten. Im Verlauf eines Tages können die Preise für Diesel und Benzin um bis zu 8 oder 9 Cent variieren.

Tipp 4: Finanzierung der Fahrtkosten

Beim Arbeitgeber nachfragen

In Deutschland gibt es aktuell keine staatlichen Fördermaßnahmen für Fahrtkosten. Sie haben lediglich die Möglichkeit, die Kosten von der Steuer abzusetzen. Auch Arbeitgeber sind in Deutschland nicht verpflichtet, die Fahrtkosten für den Arbeitsweg ihrer Angestellten zu bezahlen. Es gibt jedoch auch Unternehmen, die Ihren Mitarbeitern bestimmte Vergünstigungen in Bezug auf den Arbeitsweg anbieten. Diese Leistungen auf freiwilliger Basis werden zum Beispiel in Form von Fahrtkostenzuschüssen oder Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr gewährt. Sprechen Sie das Thema am besten direkt im Vorstellungsprozess oder bei der nächsten Gehaltsverhandlung an.


Vorteile des Fertighauses

Fazit

Um als Arbeitnehmer heutzutage die horrenden Spritpreise zu umgehen, bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten: So können Sie Ihre Kosten mit einem Fahrtkostenrechner berechnen und steuerlich geltend machen. Denn nur in den wenigsten Fällen springt der Arbeitgeber hier ein. Ebenso können Sie Ihre Fahrtkosten senken, indem Sie Fahrgemeinschaften gründen, die kürzeste Strecke wählen und zu den richtigen Zeiten tanken.

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