• E Auto Prämie: Das sollten Sie wissen!

    Eine Innovationsprämie und ein Bewusstsein für die Umwelt wecken Interesse an Elektroautos. Hier mehr erfahren!

Was ist die E-Auto-Prämie?

Der reibungslose Umstieg von Verbrennungsmotoren auf Elektroautos kostet viel Geld. Kaufpreise entpuppen sich als vergleichsweise hoch und der Ausbau der heimischen Infrastruktur mit Wallbox & Co. ist teuer. Förderungen der BAFA in Form einer Innovationsprämie sind somit die einzige Möglichkeit, die hohen Grundkosten etwas zu senken. Bei der E-Auto-Prämie handelt es sich um einen Umweltbonus, über den sich jeder Käufer eines Elektroautos freuen darf. Diese Innovationsprämie gilt seit Juli 2020 und ist vorläufig bis zum 31.12.2025 befristet. Im Rahmen des Konjunkturprogramms wegen der Corona-Krise wurde diese Subvention verdoppelt.

Um Fahrzeuge mit E-Motoren zusätzlich zu fördern, sind Tankaufladungen direkt beim Arbeitgeber steuerfrei, die Tankfüllung ist nicht als geldwerter Vorteil zu versteuern. Darüber hinaus erspart sich der Erstzulasser eines Elektroautos ein Jahr lang die Kraftfahrzeugsteuer. Parallel zur Innovationsprämie wird zusätzlich der Einbau von akustischen Warnsignalen gefördert. Im Zuge der extremen Geräuscharmut bestimmter Hybride und elektrischer Fahrzeuge handelt es sich bei diesem Teil der E-Auto-Prämie um einen förderungsfähigen Sicherheitsaspekt. Dieser wird pauschal mit 100€ unterstützt.

Auch Städte und Gemeinden folgen den Förderaufrufen des BAFA. Sie investieren massiv in den flächendeckenden Ausbau der Ladepunkte, damit E-Mobilität überhaupt in Deutschland funktionieren kann. Auf den Umweltbonus hat jeder Anspruch, der sich für einen Kauf oder ein Leasing von Wasserstoffautos, Elektroautos oder Hybride in der Plug-in-Version entscheidet. Neue Förderungssätze gelten für Fahrzeuge, die nach dem 03. Juni 2020 zugelassen wurden. Die Kaufprämie kann im Übrigen auch rückwirkend beantragt werden.


Wie hoch ist der Umweltbonus?

Der Umweltbonus für Elektroautos wurde im Februar 2020 deutlich angehoben. Seitdem gibt es 50% mehr Förderung auf den Nettolistenpreis von bis zu 40.000€. Bei Fahrzeugen mit einem höheren Nettolistenpreis hat sich die E-Auto-Prämie um 25% erhöht. Damit sollen Käufer von Elektroautos entlastet und gleichzeitig umweltfreundliche Antriebe wie Wasserstoff und E-Motoren weiter gefördert werden. Die Innovationsprämie wird jeweils zur Hälfte von den Automobilherstellern und durch den Bundeszuschuss gewährt. Bis zum Jahr 2025 verdoppelt der Bund den Bundesanteil bei Hybriden und Elektroautos, damit wurde die ursprüngliche Frist bis 2021 um weitere vier Jahre verlängert. Fahrzeuge mit E-Antrieb erhalten nun eine Förderung von 6.000€ seitens des Bundes, zuzüglich 3.000€ des Herstellers. Bei Hybriden mit Plug-in-System erhöht sich die förderfähige Summe bei einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000€ auf 6.750€. Elektroautos mit einem Nettolistenpreis über 40.000€ erhalten somit insgesamt 7.500€, die Gesamtförderung von Hybriden in dieser Anschaffungskategorie beträgt 5.625€. Ab einem Nettolistenpreis von 65.000€ gibt es keine Förderung mehr.

Bei Hybriden und Elektroautos gelten für den Umweltbonus identische Regularien. Sie werden nur über die Innovationsprämie gefördert, wenn Fahrzeuge höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Alternativ muss die elektrische Mindestreichweite bis Ende 2021 mindestens 40 Kilometer betragen, ab 2022 sind es 60 Kilometer und ab 2025 braucht ein förderfähiges Fahrzeug mindestens 80 Kilometer Elektroreichweite.

Der Bund behält sich das Recht vor, den Umweltbonus nur unter Vorbehalt der Verfügbarkeit veranschlagter Haushaltsmittel auszubezahlen und gewährt Käufern oder Leasingnehmern keinen Rechtsanspruch.

Hinweis:

Nicht nur elektrisch betriebene Autos mit Neuzulassung werden gefördert, sondern auch junge gebrauchte. Bei der Zweitzulassung gelten entsprechend niedrigere Nettolistenpreise, die einen Wertverlust von Gebrauchtwagen berücksichtigt. Voraussetzung für eine Förderung ist die Erstzulassung nach dem 04.11.2019. Fahrzeuge bekommen auch die doppelte Innovationsprämie, wenn die Zweitzulassung nach dem 03.06.2020 erfolgte. Grundlage für die Gewährung eines Umweltbonus ist eine Zulassungszeit von nicht länger als 12 Monaten und ein Tachostand von maximal 15.000 Kilometern. Dazu darf noch keine Förderung für das Elektroauto, den Hybriden oder das Wasserstoffauto beantragt worden sein.


Wie und wo kann ich die Kaufprämie beantragen?

Der Antrag für die Kaufprämie eines Elektrofahrzeuges muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Antragstellung zur Innovationsprämie erfolgt in zwei Schritten und auf elektronischem Weg. Antragsteller nutzen das Portal des BAFA, hier ist das erforderliche Onlineformular hinterlegt. Kauf- oder Leasingvertrag sowie die verbindliche Bestellung des Elektrofahrzeugs einfach über die Webseite hochladen. Danach erfolgt eine Prüfung des BAFA. Im positiven Fall erhalten Antragsteller einen Zuwendungsbescheid.

Im zweistufigen Verfahren erfolgt in der letzten Bewilligungsphase die Überprüfung des Verwendungsnachweises. In diesem Teil des Ablaufs müssen Rechnung als auch Nachweis für die Zulassung des elektrischen Autos über das Portal hochgeladen werden, dazu zählen die Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2. Nach Zugang des Zuwendungsbescheides muss das Fahrzeug in den folgenden neun Monaten angemeldet werden. Über das KBA werden automatisch alle Daten laut zugewiesener FIN übermittelt. Achtung: Zwischen dem Eingang des Verwendungsnachweises beim BAFA und dem Zugang des Zuwendungsbescheides dürfen nicht mehr als 10 Monate vergehen.

Wer den Umweltbonus beantragt, sollte darauf achten, dass die Auszahlung vonseiten des Bundes nur anteilsmäßig zur Hälfte erfolgt. Die Förderung durch den Hersteller übernimmt das jeweilige Automobilunternehmen bereits beim Kauf. Ein Blick in den Kaufvertrag bringt Aufschluss.

Für die Antragstellung der Innovationsprämie sind neben der Rechnung des Elektroautos, ein Kauf- oder Leasingvertrag (beim Leasing die Kalkulation der Leasingrate ohne Umweltbonus), der Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, die elektronische Verwendungsnachweis-Erklärung sowie das Formular für den Antrag zur Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen notwendig.

So beantragen Sie die Kaufprämie

Mithilfe der digitalen Schnittstelle zwischen BAFA und KBA werden die Daten zu den betreffenden Elektrofahrzeugen automatisch ausgetauscht. Der Antragsteller muss online nur die Fahrzeugidentifikationsnummer, kurz FIN, eingeben und dem Austausch dieser Daten zustimmen. Nach Absendung werden alle relevanten Informationen wie Hersteller, Halterhistorie und Modell dem Vorgang zugeordnet. Die „Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben“ müssen dem Antrag unterschrieben beigefügt werden. Ist alles ordnungsgemäß übermittelt, erhält der Antragsteller eine Bestätigungs-E-Mail inklusive Link zum Antrag und eine Zugangsnummer. Über die Homepage des BAFA ist die Liste aller förderfähigen Fahrzeuge einsehbar. Derzeit sind es 450 Elektroautos und rund 350 Hybride mit einer Emission von 50 Gramm CO2 pro Kilometer oder einer elektrischen Mindestreichweite von 40km sowie derzeit lediglich ein Elektroauto mit Brennstoffzelle.


Welche Voraussetzungen sind für die E-Auto-Prämie nötig?

Die Summe aus Umweltbonus und Einzelförderungen oder landesweiten Förderprogrammen ergibt sich aus der Höhe eines förderbaren Nettolistenpreises. Ein Elektroauto oder Hybrid erfüllt unter folgenden Voraussetzungen die Richtlinien für eine Subvention:

Brennstoffzellenfahrzeuge

reine Elektroautos mit Batterie

Hybride, die von außen aufladbar sind (Plug-in)

Fahrzeuge, die 0% CO2-Emissionen aufweisen

Elektroautos mit einem CO2-Ausstoß von höchstens 50g/km

Für den Erhalt des Umweltbonus ist außerdem ein Nettolistenpreis des Basismodells in maximaler Höhe von 65.000€ nötig. Das Fahrzeug muss auf den Antragsteller zugelassen werden und die Mindesthaltedauer des Neufahrzeuges beträgt sechs Monate.

Tageszulassungen und Jahreswagen

Auch Jungwagen oder Tageszulassungen profitieren von der Innovationsprämie. Um den Umweltbonus zu erhalten, müssen Elektroautos über einen Mindestzeitraum von vier bis höchstens acht Monaten vom Zulassungsbesitzer gehalten werden. Die Laufleistung während dieser Zeit darf maximal 8.000 Kilometer betragen. Sind diese Bedingungen erfüllt, steht einer positiven Antragsbeurteilung nichts im Wege.


Sind Doppelförderungen möglich?

Heftige Diskussionen in der Regierung haben das zuvor verordnete „Aus“ der Doppelförderung bei Elektroautos wieder umgekehrt. Im Rahmen des Konjunkturpakets wurde im Juni 2020 eine klare Erhöhung des Umweltbonus beschlossen. So verdoppelt sich der Förderbetrag auf maximal 6.000€ bei Elektroautos, sofern der Nettolistenpreis das Limit von 40.000€ nicht übersteigt.

Nach der neuen Richtlinie sind weitere Kombinationsmöglichkeiten wieder erlaubt. Der Umweltbonus kann mit zusätzlichen öffentlichen Fördervarianten erweitert werden. Einzige Bedingung: Alle kombinierbaren Förderungen setzen eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem BMWi und dem jeweiligen Fördermittelgeber voraus. In diesen Statuten ist festgelegt, inwiefern die unterschiedlichen Programme ineinandergreifen und welche beihilferechtlichen und haushaltsbezogenen Vorgaben eingehalten werden müssen.

Den Umweltbonus können sich Unternehmer, Käufer oder Leasingnehmer auch in Form einer Doppelförderung sichern. Das BAFA erlaubt die Bezuschussung in Kombination mit anderen Förderungen wie:

  • Sofortprogramm „Saubere Luft“ – Bundesministerium für Umwelt (BMU)
  • Flottenaustauschprogramm „Sozial und Mobil“ – BMU
  • Förderrichtlinie Markthochlauf NIP2 – BMVI
  • Wirtschaftsnahe Elektromobilität – WELMO (Land Berlin)
  • Förderrichtlinie Elektromobilität – BMVI
  • Klimaschutzoffensive für den Mittelstand
  • (KfW)
  • Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen (Land Mecklenburg-Vorpommern)

Im Falle von Gebrauchtwagen, Jahreswagen oder Vorführern sind zudem möglich, rückwirkend von der Erhöhung er Fördersätze zu profitieren. Dabei hängt es ab, wann das Fahrzeug zugelassen wurde und ob bereits ein erhöhter Anteil durch den Hersteller geleistet wurde.

Im Zuge der Gesetzesänderungen gibt es zusätzlich einige Neuerungen. Das betrifft vor allem die Antragstellung, die durch das Portal des BAFA online zur Verfügung steht. Da das Kraftfahrt-Bundesamt bereits alle Daten in digitaler Form verarbeitet hat, erfolgt nun der automatische Austausch aller Fahrzeuginformationen. Ab sofort muss nur mehr die FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) eingegeben werden. Dieses Verfahren erleichtert vor allem Leasingkunden den Antrag, sie müssen den Fahrzeugbrief nicht mehr gesondert beim Leasinggeber anfordern.

Auch Flottenbetreiber haben es mit der neuen Regelung einfacher, den Umweltbonus für sich zu beanspruchen. Bis zu 500 Fahrzeuge eines Modells können nun zeitgleich beantragt werden. Sämtliche Daten werden automatisch per FIN abgerufen.


Was gibt es bei der E-Auto-Prämie zu beachten?

Der richtige Zeitpunkt zur Antragstellung ist entscheidend über einen positiven Bescheid. Egal ob es sich bei dem Elektroauto um ein geleastes oder gekauftes Fahrzeug handelt, entscheidend ist die Frage, wie viel Förderung es ab dem Zulassungsdatum und dem Zeitpunkt der Antragstellung gibt. Der Förderantrag kann erst nach der Zulassung erfolgen. Bei zum Teil langen Lieferzeiten neuer Modelle und zeitlich begrenzten Antragsfristen keine einfache Angelegenheit. Zur Antragstellung berechtigt sind neben Privatpersonen auch Stiftungen, Vereine, Unternehmen und Körperschaften.

Praktisch ist der ausschließlich vollelektronische Verfahrensprozess. Bevor das BAFA einen Antrag akzeptiert, muss das Elektrofahrzeug gekauft, geleast und zugelassen sein. Ab diesem Zulassungsdatum läuft die einjährige Frist zur Antragstellung.

Gut zu wissen: Wurde der Antrag versehentlich vor Zulassung erstellt, wird das BAFA keine positive Beurteilung vornehmen. Es erfolgt die Ablehnung. Grundsätzlich ist es nicht vorgesehen, dass für ein und dasselbe Fahrzeug ein zweiter Antrag abgegeben werden kann. Deshalb ist die Einlegung eines Widerspruchs gegen den Ablehnungsbescheid sinnvoll. Vor Abgabe des Formulars gibt es einen Warnhinweis, der auf das fehlende Zulassungsdatum aufmerksam macht. Die Einreichung von Dokumenten per E-Mail ist beim BAFA nicht möglich.


Umweltbonus – Elektromobilität auf dem Weg zum Massenmarkt

Die E-Auto-Prämie dient der Industrie zur gewissen Sicherstellung notwendiger Absatzzahlen. Um die Klimaziele 2030 nicht völlig aus den Augen zu verlieren, müssen bundesweit sieben bis 10 Millionen Elektroautos zugelassen sein. Im Rahmen des Konjunkturpaketes wurde beschlossen, die E-Auto-Prämie bis Ende 2025 zu verlängern und zusätzlich kräftig zu erhöhen. Ziel ist es, den Absatz von neuen Fahrzeugen und Jahreswagen mit Elektroantrieb zu verstärken und gleichzeitig die steigenden Anforderungen an Luftreinhaltung und Klimaschutz zu erfüllen. Als förderfähig werden alle reinen Batterieelektrofahrzeuge und Hybriden mit Plug-in-Funktion sowie Brennstoffzellenfahrzeuge bewertet. Diese dürfen keine lokalen CO2-Emissionen aufweisen und höchstens 50 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Eine Liste aller förderfähigen Elektrofahrzeuge liegt online beim BAFA vor. Die E-Auto-Prämie gilt rückwirkend für alle Modelle, die ab dem 04.11.2019 zugelassen wurden.

In Zukunft werden auch junge Gebrauchte gefördert, die weder als Dienstwagen noch als Firmenwagen eine staatliche Förderung bezogen haben. Zweitveräußerungen erhalten auf diesem Weg unbürokratisch die E-Auto-Prämie. Wichtig beim Kauf ist die Einhaltung der Grenze des maximalen Nettolistenpreises in Höhe von 40.000€. Liegt dieser über diesem Limit, entfällt der Anspruch auf eine Förderung. Zurzeit ist der Umweltbonus bei vollständiger Auszahlung auf Ende 2025 befristet. Zur Auszahlung dient ein Girokonto oder Sparkonto des Zulassungsinhabers. Der Bund stellt dafür seit 2020 rund 2,09 Milliarden Euro zur Verfügung, sind diese Mittel ausgeschöpft, können keine weiteren Anträge mehr bewilligt werden.


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