• Rentenpunkte berechnen & Rente aufstocken

    Rentenpunkte berechnen & Rente aufstocken

    Welchen Einfluss haben Rentenpunkte auf die Rentenhöhe? Diese Rolle spielen Rentenwert und Zugangsfaktoren in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Vorsorge fürs Alter treffen und Rentenpunkte berechnen

Jeden Monat zahlen rund 38 Millionen Menschen deutschlandweit Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung ein. Vermutlich wird die gesetzliche Rente für die meisten Menschen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Eine private Vorsorge in drei Schichten bewahrt Versicherte vor drohender Altersarmut. Mit der betrieblichen Altersversorgung und Kapitalanlageprodukten erreichen Betroffene ihre Lebens- und Finanzziele wesentlich einfacher. Sich ausschließlich auf die gesetzliche Rentenversicherung für die Altersrente zu verlassen, ist sehr wahrscheinlich nicht die beste Idee. Daher sollten sie Ihre zukünftige Rente im Blick behalten, Ihre Rentenpunkte früh genug berechnen und sich gegebenenfalls über zusätzliche Vorsorgen informieren.


Was sind Rentenpunkte?

Damit zukünftige Rentenbezieher und Rentenbezieherinnen besser einschätzen können, wie viel Geld sie zum Pensionsantritt erwarten können, erhalten Versicherte direkten Einblick in ihr Rentenkonto inklusive Berechnungsgrundlagen. Entsprechend dieser Summe können Sie abwägen, wie viel private Vorsorge notwendig ist, um den aktuellen Lebensstandard halten zu können. Dazu wird ein spezielles Wertesystem mit Entgeltpunkten oder Rentenpunkten herangezogen. Diese Rechnungsgröße dient zur Ermittlung des gesetzlichen Rentenanspruchs. Jedes Jahr werden neue Durchschnittsentgelte berechnet.

Das Berechnen der Rentenpunkte bilden die Grundlage, dabei misst ein Entgeltpunkt die Höhe des in diesem Jahr durchschnittlich erreichten Bruttoeinkommens aller Einzahler und Einzahlerinnen. Wer also ein durchschnittliches Entgelt hatte, bekommt dafür einen Entgeltpunkt. Liegt das Arbeitsentgelt bei der Hälfte aller Versicherten, werden dem Rentenkonto nur 0,5 Rentenpunkte gutgeschrieben. Verdient ein Einzahler oder eine Einzahlerin das 1,5-Fache des Durchschnittsentgelts, werden dem jeweiligen Konto 1,5 Punkte hinzugefügt.

Der Wert eines Rentenpunktes wird jedes Jahr zum 01. Juli festgelegt. Wie stark sich dieser verändert, wird durch die Rentenanpassungsformel bestimmt. Sie bezieht sich vor allem darauf, wie sehr das Lohnniveau vom Vorjahr abweicht. Ein gesonderter Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt außerdem die langfristige demografische Entwicklung, in der immer mehr Rentenbezieher und Rentenbezieherinnen aktiven Einzahlern bzw. Einzahlerinnen gegenüberstehen. Seit dem Jahr 2010 steigerte sich der Wert eines Rentenpunktes kontinuierlich. In den letzten Jahren um zumindest 1€ pro Kalenderjahr. Nicht nur in der Theorie, auch in der Praxis könnte die Evaluierung eines Entgeltpunktes geringer ausfallen. Für die Rentenhöhe ist der festgesetzte Rentenwert zum Eintritt der Rente entscheidend.


Wie sind meine Rentenpunkte zu berechnen?

2020 lag der Rentenwert für einen Rentenpunkt im Westen bei 34,19, im Osten bei 33,23. Um Entgeltpunkte zu berechnen, ist eine festgelegte Kalkulation notwendig. Diese Art künstlicher Währung nimmt direkten Einfluss auf die spätere Altersrente. Ein fixer Zugangsfaktor der Einheit 1,0 wird als Bemessungsgrundlage gewertet, um überhaupt in den Ruhestand treten zu dürfen. Ist dieser Zahl höher als 1,0, wird die Altersrente trotz erfüllter Wartezeiten erst nach Erlangen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen. Ist der Wert geringer, regelt der Zugangsfaktor den vorzeitigen Anspruch der Ruhestandsbezüge. Mit dem Zugangsfaktor sind ermittelte Rentenpunkte zu vervielfältigen. Die erwirtschafteten Entgeltpunkte werden im Ergebnis gelistet.

Während der gesamten Erwerbstätigkeit sammeln Versicherte in der gesetzlichen Deutschen Rentenversicherung ihre persönlichen Entgeltpunkte. Derzeit liegt der Beitragssatz bei 18,6% des Bruttolohns (Stand Januar 2021). Aus dieser Beitragshöhe lassen sich die Rentenpunkte berechnen, jene Einheit, die notwendig ist, um die spätere Auszahlung zu ermitteln. Das jährliche Durchschnittsentgelt liegt für das Jahr 2020 in den alten Bundesländern bei 40.551€ und in den neuen Bundesländern bei 37.898€.

Verdienen Versicherte genau das Durchschnittsentgelt, sammeln sie einen Rentenpunkt pro Jahr. Um die persönlichen Rentenpunkte zu berechnen, wird das eigene Bruttojahreseinkommen durch das Durchschnittsentgelt dividiert. Daraus ergibt sich ein Vergleichsfaktor, der mit dem Einzahlungszeitraum multipliziert wird. Im Ergebnis der Berechnung stehen die Rentenpunkte. Für die Endrechnung zum Antritt der Altersrente berechnen Sie alle Rentenpunkte, und zwar mithilfe des durchschnittlichen Einkommens aus sämtlichen erwerbstätigen Jahren.

Beispiel: Rentenpunkte berechnen

Ausgehend von einem Durchschnittsentgelt von 40.000€ jährlich und einem individuellen Bezug in Höhe von 44.000€ wird der Modellrechnung ein Erwerbstätigkeitszeitraum von 40 Jahren zugrunde gelegt. Der Verdienst von 44.000€ liegt 10% über dem Durchschnittsentgelt, woraus sich der Rentenwert 1,1 ergibt. Das bedeutet, der Versicherte hat pro Jahr 1,1 Entgeltpunkte verdient.

  • Jahre x Vergleichsfaktor = Rentenpunkte
  • 40 x 1,1 = 44

Wie komme ich zu Rentenpunkten?

Sinkt das bundesweite Lohnniveau, drückt diese Entwicklung auf den Wert der Rentenpunkte. Bis Januar 2025 sind Durchschnittsentgelte in den neuen Bundesländern geringer angesetzt. Mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall werden die unterschiedlichen Ruhestandsbezüge aus der staatlichen Rentenversicherung angeglichen sein.

Als Faustregel für den Erhalt von Rentenpunkten gilt: Je mehr jemand verdient hat und je länger gearbeitet wurde, desto höher ist die Altersrente. Auch Zeiten ohne eigene Beitragsjahre oder Berufstätigkeit können sich auf den Rentenanspruch und Zugangsfaktor positiv auswirken. Zusätzliche Punkte gibt es unter anderem für Pflege, Kindererziehung, Wehr- und Zivildienst.

Berufliche Ausbildung

In der Berufsausbildung ist der Verdienst gering, weshalb Azubis einen Bonus erhalten. Ihre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung werden bis zu 36 Monate auf 75% des Durchschnittsentgeltes angehoben. Zur Inanspruchnahme ist ein Nachweis erforderlich.

Pflege

Voraussetzung für die zeitliche Anrechnung ist eine Pflegesituation in häuslicher Umgebung. Mindestens 14 Stunden pro Woche Pflegeaufwand sind für eine Person zu erzielen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht. Damit ist der unterstützende Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Fällige Beiträge werden von der Pflegekasse eingezahlt.

Achtung: Die Zeiten müssen gemeldet werden und gelten nicht als automatisch erfasst.

Zeiten für Kindererziehung

Für die Phasen der Kindererziehung übernimmt der Staat die Beitragszahlung in die Deutsche Rentenversicherung. Grundlage dafür ist das Durchschnittsentgelt. Das bedeutet, jedes Kindererziehungsjahr bringt einen Entgeltpunkt. Geburten bis 1991 werden mit maximal 24 Monaten bezuschusst, danach sind es bis zu 36 Monate. Bei der parallelen Erziehung von mehreren Kindern gleichzeitig verlängert sich dieser Zeitraum. Um für den späteren Ruhestand korrekt die Rentenpunkte zu berechnen, müssen diese Zeiten entsprechend beim Versicherungsträger gemeldet werden.

Erhalt von Sozialleistungen

Auch wer Sozialleistungen bezieht, kann wertvolle Rentenpunkte sammeln. Die Regelung gilt für den Bezug von Arbeitslosengeld oder wenn Betroffene zuvor versicherungspflichtig beschäftigt waren. In diesen Fällen übernimmt die Agentur für Arbeit anfallende Beitragszahlungen. Als Basis einer Berechnung der Rentenpunkte dienen 80% des letzten Bruttoeinkommens. Wer ALG II erhält, geht leer aus. Bezieher:innen von Übergangsgeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Zahlungen ins Rentensystem mit 80% der Leistung zugrunde liegenden Arbeitsentgeltes.


Wie viel ist ein Rentenpunkt wert?

Gesetzliche Rentenbezüge basieren in Deutschland auf dem Generationenvertrag. Damit ist eine fiktive Übereinkunft verschiedener Alters- und Erwerbsgruppen definiert. Aktuell finanzieren beruflich aktive Menschen diejenigen mit, die nicht arbeiten. Jugendliche, Kinder, Rentner und Rentnerinnen profitieren von dieser Art des Sozialsystems. Je mehr Erwerbstätige einzahlen, desto höher fällt die spätere eigene Rente aus.

Die Rentenanpassung wird zum 01.07.2021 im Osten für eine Steigerung von 0,72% sorgen, im Westen entfällt diese laut Statistischem Bundesamt. Die größte Erhöhung seit 20 Jahren gab es im Jahr 2016 mit einer 4,25%igen Anpassung im Westen und 5,95% im Osten. Gezielt von den vergangenen Jahren Rentenwert zu berechnen, ist nicht notwendig. Hier wird das Durchschnittsentgelt in Bezug auf die eigenen Bruttoeinkünfte herangezogen. Die diesjährige Rentenanpassung wird von 33,23€ auf 33,47€ im Osten angehoben. Im Westen bleibt dieser Rentenwert mit 34,19€ stabil.

Grundlage dafür ist die Lohnentwicklung. Sie beträgt in den alten Bundesländern -2,34%. Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigungen bleiben außer Acht (1€-Jobs). Da in Deutschland immer weniger Menschen in die Rentenkasse einzahlen, aber mehr Personen in Rente sind, gleicht der Nachhaltigkeitsfaktor dieses Defizit langfristig aus.


Kann ich mit zusätzlichen Entgeltpunkten meine Rente aufstocken?

Zusätzliche Einzahlungen lohnen sich. Hausfrauen oder Hausmänner, Frührentner bzw. Frührentnerinnen und Selbstständige können auf freiwilliger Basis mehr Geld in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Die Nachzahlung für das vergangene Kalenderjahr ist bis zum 31.03. möglich. Freiwilligkeit in der Altersvorsorge kann vielfältig aussehen: Riester-Rente, Privatrente, Betriebsrente oder Rürup-Rente. Die Möglichkeiten aus eigenen Stücken in ein Rentenversicherungsprodukt einzuzahlen, bietet zahlreichen Pflichtversicherten eine zusätzliche Einkommensquelle nach der Pensionierung.

Bei der Höhe der Einzahlung ist die Rentenversicherung flexibel. Monatlich können Interessierte zwischen 83,70€ und 1.320,60€ auf freiwilliger Basis einzahlen. Bei einer freiwillig gezahlten Summe von 10.000€ für das Jahr 2021 schreibt die Deutsche Rentenversicherung 44,25€ brutto pro Monat gut. Hinzu kommen Steuererleichterungen bei Zahlungen an die Rentenkasse. Je nach individueller Situation können die Steuerersparnisse bis zu ein Drittel betragen. Durch diese staatlich eingeräumte Möglichkeit fehlende Beträge auf freiwilliger Basis aufzustocken, füllt sich das Rentenpunktekonto automatisch.


Rentenpunkte kaufen – so funktioniert es

Die tatsächliche Rentenhöhe im Alter beschäftigt viele Menschen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie die eigene gesetzliche Altersrente verbessert werden kann. Unter anderem ist das mit dem Kauf von Rentenpunkten möglich. Jeder, der mindestens 50 Jahre alt ist und im Laufe seines Lebens in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt hat, profitiert von dieser Variante. Möglich macht dies das Flexi-Rentengesetz vom 01. Juli 2017.

Rentenpunkte berechnen und im Falle eines höheren Pensionsbezuges finanzielle Vorteile zu erzielen, macht den Kauf zu einer lukrativen Angelegenheit. Interessenten müssen bei der Deutschen Rentenversicherung einen formalen Antrag stellen. Daraufhin erhalten Betroffene die Information, welchen Höchstbetrag sie maximal entrichten können. Einfach die Rentenauskunft einholen, um zu erfahren, mit welcher Rentenhöhe zum geplanten Rentenbeginn zu rechnen ist. Je nachdem, wie groß die Rentenminderung ausfällt und wie hoch die Ausgleichszahlungen sein müssten.

Wie viele Rentenpunkte kann ich maximal kaufen?

Die Versicherungskosten während der Ausbildung werden in den meisten Fällen von der Jagdschule übernommen. Sie kostet rund 10€. Die Bücher und Lehrhefte, die Sie für die Vorbereitung brauchen, kosten rund 130€.

Gut zu wissen:

Eine Rentenminderung bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente kann nicht durch den Zukauf von Entgeltpunkten ausgeglichen werden.


Welche Rentenartfaktoren gibt es?

Um die Rentenhöhe bereits viele Jahre vor Berücksichtigung diverser Zugangsfaktoren auf ein besseres Niveau zu heben, sollten Sie frühzeitig Rentenpunkte berechnen, Rentenwerte evaluieren und den zutreffenden Rentenartfaktor im Blick behalten. Letzterer bestimmt das Sicherungsziel der Rentenart und steht im direkten Verhältnis zur Altersrente. Der Rentenartfaktor beträgt beispielsweise bei Altersrenten, Erziehungsrenten, Erwerbsminderungsrenten und Erwerbsunfähigkeitsrenten 1,0. Für eine Vollwaisenrente 0,2 und Halbwaisenrente 0,1. Der Rentenartfaktor für Berufsunfähigkeitsrenten hingegen beträgt 0,6667.


Ist eine zusätzliche Vorsorge sinnvoll?

Nach der Jägerprüfung und dem erfolgreichen Erwerb des Jagdscheins kommen noch weitere Kosten auf Sie zu. Um den Jagdschein zu lösen, müssen Sie eine neuerliche Gebühr entrichten, die sich nach der Laufzeit und Gültigkeitsdauer des Jagdscheins richtet. Auch diese Gebühr ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch. Darüber hinaus müssen Sie beim Lösen des Jagdscheins auch eine Jagdhaftpflichtversicherung abschließen. Diese Versicherung erhalten Sie bereits ab 30€ pro Jahr. Der Jagdschein kann für 14 Tage gelöst werden oder als Jahresschein mit einer Gültigkeit von 1 bis 3 Jahren. Ihre Waffe müssen Sie in eine Waffenbesitzkarte eintragen lassen, wofür ebenfalls Gebühren anfallen. Um schließlich auch in der Praxis auf die Jagd zu gehen, benötigen Sie einen Jagderlaubnisschein. Die Erlaubnis erhalten Sie mithilfe einer Jagdpacht, eines Begehungsscheins oder eines Pirschbezirks. Die Preise dafür beginnen ab etwa 100€ und sind nach oben hin offen.


Entgeltpunkte sichern & Ruhestand genießen

Je höher das Einkommen, desto höher die Rente. Die meisten Rentenpunkte sammeln Versicherte durch eigene Arbeit. Doch vollwertige Beitragszeiten kommen auch durch Kindererziehung oder Pflege im häuslichen Bereich zustande. Künftige Bezieher und Bezieherinnen einer Rente erhalten dazu regelmäßige Mitteilungen der Deutschen Rentenversicherung. Angaben zum aktuellen Stand aller erworbenen Rentenpunkte sowie Renteninformationen werden hier laufend einem Update unterzogen. Wer nicht über genügend Entgeltpunkte verfügt, kann ab dem 50. Lebensjahr Sonderzahlungen zum zusätzlichen Erwerb leisten. Die Höhe richtet sich primär nach den fehlenden Rentenpunkten und wie viel Geld Versicherte investieren möchten. Allerdings unterliegen diese freiwilligen Beiträge einer Deckelung von derzeit 85.200€.

Damit die monatliche Altersrente besser nachvollzogen werden kann, wird die Rentenhöhe bestimmt. Vier Faktoren sind in der Formel einzubeziehen:

Monatliche Rente = Rentenartfaktor x Zugangsfaktor x Entgeltpunkte x Rentenwert

Während der Zugangsfaktor und Rentenfaktor deutschlandweit einheitlich festgelegt sind, variieren Rentenwert und Entgeltpunkte in Ost und West.


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