• Junge Frau mit zufriedenem Gesichtsausdruck streckt beide Arme mit der Siegerpose in die Luft.

In vier Schritten zur Finanzfüchsin

Ihr wollt euer Geld arbeiten lassen, anstatt immer nur selbst zu arbeiten? Wir zeigen in vier einfachen Schritten, wie ihr damit anfangt.

Das achte Weltwunder

Zugegeben: Schon allein das Wort Finanzen klingt für viele irgendwie anstrengend und kompliziert. Studien zeigen, dass gerade Frauen oft Berührungsängste haben.1 Dabei kann es so leicht sein, Geld gut anzulegen – wenn man ein paar wichtige Punkte beachtet. Der wichtigste von ihnen ist der gleiche wie beim Sport: Einfach loslegen! Und das am besten so schnell wie möglich. Denn je früher ich anfange, desto besser kann mein Geld für mich arbeiten und sich vermehren. Nicht umsonst nannte Albert Einstein den Effekt vom Zinseszins (also Zinsen, die man auf Erträge des angelegten Geldes bekommt) das achte Weltwunder.

Doch wo anfangen? In diesem Beitrag zeigen wir die ersten Schritte, mit denen ihr eure Finanzen besser aufstellt – ganz ohne irgendwelche Vorkenntnisse.

Ciao innerer Schweinehund, hallo Sparfüchsin!

Schritt 1: 50/30/20 - Verschaff dir den Überblick

Wer seine Finanzen in den Griff bekommen möchte, muss als Allererstes wissen: Wie sieht meine finanzielle Situation überhaupt aus? Die Einnahmen spielen natürlich eine große Rolle, doch vor allem kommt es auf die Ausgaben an. Wie viel Geld gebe ich monatlich für Lebensmittel aus? Wie viel für Versicherungen? Was benötige ich für Kleidung oder Ausflüge? Auch wenn es aufwändig klingt: Wer das einmal sorgfältig festhält, ist schon einen Riesenschritt weiter. Geldfresser werden so schnell entlarvt und das Sparpotenzial kann erhöht werden.

Bei den Ausgaben gibt es eine „goldene Formel“: 50/30/20. Heißt: Idealerweise gibt man 50 Prozent der Nettoeinnahmen für lebensnotwendige Dinge wie Miete und Lebensmittel aus. 30 Prozent Budget bleiben für Lifestyle und Freizeit. Die restlichen 20 Prozent steckt man in Sparen, Vorsorge und Investments. Unser Tipp: Mit unserem digitalen Haushaltsbuch habt ihr alle Ausgaben im Blick – eingeteilt in Kategorien wie Lebenshaltung, Bargeld oder Freizeit, aufbereitet in klaren Grafiken. Mit nur wenigen Klicks habt ihr eure Einnahmen und Ausgaben eintragen. So weiß man genau, wohin die Einnahmen eigentlich verschwinden und es gibt am Monatsende keine bösen Überraschungen.

Oft sind es nämlich die kleinen Ausgaben, die ins Gewicht fallen: Wer täglich den Coffee-to-go genießt, kommt im Monat schnell auf eine Summe von 50 Euro. Geld, das man auch direkt sparen oder investieren könnte. Der schöne Zusatzeffekt vom digitalen Haushaltsbuch: Man geht automatisch bewusster mit dem eigenen Geld um und verändert sein Ausgabeverhalten.

Weitere Geldfresser können übrigens unnötige Abonnements und alte Verträge sein. Braucht man wirklich drei Streaming-Dienste? Nutze ich meine Mitgliedschaft im Fitness-Studio, oder dient sie nur dazu, mir ein besseres Gewissen zu verschaffen? Wichtig ist es, ehrlich mit sich selbst zu sein. Im digitalen Haushaltsbuch kann man dafür alle Kontobewegungen der vergangenen zwölf Monate überprüfen. Das hilft bei der Ehrlichkeit – und man vergisst keine jährlichen Abbuchungen. Was nach viel Arbeit klingt, ist nach zwei Stunden erledigt. Ein guter Stundenlohn ist hierbei also garantiert!

Junge Frau sitzt an ihrem Schreibtisch vor ihrem Laptop und liest etwas.
Junge lachende Frau im Schulterprofil mit Handy in der Hand.

Schritt 2: SMART - Definiere deine Ziele

Wer seine Finanzen genau planen will, sollte auch seine Ziele kennen: Wofür möchte ich Geld sparen? Ist es die Eigentumswohnung? Eine große Reise? Ein Investment-Piece wie eine Uhr oder Tasche? Oder vielleicht erst einmal einNotgroschen,der mir Sicherheit gibt? Und wie risikobereit bin ich, wenn es um mein Erspartes geht? Malt euch konkret und in bunten Farben aus, was es bedeutet, wenn dieses Ziel erreicht ist.

Studien zeigen2, dass wir unsere Ziele besser erreichen, wenn sie spezifisch und herausfordernd sind. Wer sie zu hoch oder niedrig ansetzt, verliert schnell die Motivation. Es gilt, die goldene Mitte zu finden und zu schauen: Wie viel Geld kann ich monatlich zur Seite legen?

Helfen kann dabei die SMART-Methode: Dabei steht das S für spezifisch. Möchte ich für ein Eigenheim sparen? Meine Altersvorsorge sichern? Oder spare ich vielleicht doch lieber für eine Weltreise? Egal, was es ist – es muss klar sein, wofür man es tut. Das M in SMART steht für messbar. Wie viel Geld wird benötigt? Im Falle der Altersvorsorge sicherlich mehr als für die Weltreise. Es gilt also, eine fixe Summe zu definieren.

A steht für attraktiv. Das Ziel soll schließlich auch motivieren und zum Weitermachen ermutigen. Außerdem muss es realistisch (=R) sein. Wer sich im ersten Schritt einen Überblick verschafft hat, weiß, was erreicht werden kann. Ist die Finanzierung eines freistehenden Hauses am Stadtrand möglich – oder reicht es eher für eine kleine Zweizimmerwohnung? Und last but not least braucht man auch eine Deadline: Bis wann soll dieses Ziel erreicht werden? Dafür steht der letzte Buchstabe in der Formel: T = terminiert. Das ist nicht nur für all diejenigen wichtig, die gerne prokrastinieren. Deadlines helfen dabei, die großen Pläne in kleine Etappen einzuteilen und damit Zwischenziele zu definieren.

Wissenschaftler:innen der Uni Harvard fanden zudem heraus, dass wir Ziele eher erreichen, wenn wir sie schriftlich fixieren.3 Nehmt euch einen schönen Stift und schreibt auf, was ihr erreichen wollt.

Schritt 3: Basiswissen hamstern

Die ersten Schritte sind geschafft, nun gilt es, am Ball zu bleiben und sich etwas schlauer zu machen in Sachen Finanzen. Heutzutage ist das zum Glück deutlich unterhaltsamer als noch vor einigen Jahren. Man muss nicht gleich einen ganzen Finanzwälzer lesen oder täglich Börsenkurse studieren: Online gibt es jede Menge Blogs, Podcasts und Magazine, die das Thema locker aufbereiten.

Auf der Website der „finanz-heldinnen“ zum Beispiel findet man spannende Inhalte rund um die Themen Finanzen und Geldanlage. „Madame Moneypenny“ verschickt motivierende Newsletter und vernetzt in ihrer Facebook-Gruppe finanzinteressierte Frauen. Bei „Fortunalista“ oder „Aktien für Frauen“ gibt es auf Instagram Finanztipps, die Spaß machen. Wer Finanzwissen lieber auf die Ohren mag, findet online inspirierende Podcasts wie “Schwungmasse”. Und für alle, die gerne Gedrucktes in der Hand halten, bietet das „Courage“-Magazin hilfreiche Artikel zu Karriere und Finanzen.

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Und noch ein Tipp: Holt eure Freund:innen mit ins Boot! Tauscht euch im Freundeskreis über Finanzthemen aus. Geld muss kein Tabuthema sein, sondern kann Spaß machen. Vor allem dann, wenn man sich gemeinsam auf die finanzielle Reise begibt und sich austauscht.

Das bringt euch weiter! Profi-Tipps auf einen Blick

Die folgenden Bücher, Podcasts & Co. können wir euch wärmstens empfehlen:

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Buchtipps

  • Katharina Bremer und Jessica Schwarzer: finanz-heldinnen: Der Finanzplaner für Frauen (Bestseller unter den Wirtschaftsbüchern!)
  • Susanne Levermann: Der entspannte Weg zum Reichtum
  • Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können
  • Aya Jaff: Money Makes. Wie du die Börse für dich entdecken kannst
  • Beate Sander: Gutes Gewissen und dennoch erfolgreich: Börsenerfolgsformel Nachhaltigkeit – Anlage in Aktien, ETFs und Fonds
  • Jessica Schwarzer: Sell in May and go away?: Was die Börsenweisheiten von Kostolany, Buffett und Co. heute noch taugen
  • Gerd Kommer: Souverän investieren für Einsteiger. Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden

Schritt 4: Let’s do it

Als letzter und wichtigster Schritt steht die Umsetzung an. Nur wer losläuft, kommt irgendwann ans Ziel. Vielleicht ist euer erster Schritt ein digitales Haushaltsbuch und die Kündigung von ungenutzten Abos. Dann: go! Ihr wollt direkt mit Aktien starten? Dann ist die Frage, wie aktiv ihr regelmäßig tätig sein wollt – und ob ihr alles selbst in die Hand nehmen oder jemanden damit beauftragen möchtet. Die gute Nachricht: Bei der Wahl des passenden Finanzplans muss niemand allein sein und gleich selbst zum Finanzprofi werden. Wichtig ist es, sich schon zu Beginn guten Rat zu holen. Schließlich können Anfänger:innenfehler schnell sehr teuer werden.

Bei der Commerzbank gehen wir ganz individuell auf die jeweiligen Wünsche der Kund:innen ein mit Fragen wie „Was ist das Ziel?“, „Wie ist das Risikoprofil?“, „Welche Anlagestrategie ist die passende?“ Denn jeder Finanzplan sollte so individuell sein wie ihr.

Für alle, die sich schon vor dem Bankgespräch vorbereiten und erste Gedanken zu ihrer Geldanlage machen möchten, gibt es unseren Online-Fragenkatalog. Dieser kann bequem von der Couch aus runtergeladen und ausgefüllt werden. Durch das richtige Vorgehen kann man sein Risiko individuell steuern. Wenn ihr finanziell schon etwas besser aufgestellt seid, kann sich ein wenig mehr Risikobereitschaft durchaus lohnen – solange ihr nicht euer ganzes Geld auf ein Pferd setzt.

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