• Eine strahlende Frau mit Brille ist zu sehen, sichtlich glücklich.

Frauen und Finanzen: Tipps für die Geldanlage

Immer mehr Frauen kümmern sich selbst um ihre Geldanlage und machen sich finanziell unabhängig. Klappt Vermögensaufbau auch ohne Erfahrung?

Frauen und Geld – warum sollte sich das ausschließen?

Irgendjemand hat es den Frauen eingeredet: Geldanlage ist nichts für euch! Doch ihr schlagt dem Vorurteil ein Schnippchen. Obwohl Männer die Statistiken rund um Altersvorsorge und Vermögensaufbau noch anführen, holt das weibliche Geschlecht bei Finanzprodukten auf. Das ist auch nötig, denn sowohl beim Gehalt als auch bei der Altersrente klafft ein Gender Gap. Wie könnt Ihr finanziell unabhängig werden und welche Geldanlagen für Frauen sind empfehlenswert?

Zahlen & Fakten: Finanzen für Frauen sind auf dem Vormarsch

Frauen haben ein Talent: Sie können mit Geld umgehen! Vielen fehlt leider der Mut und sie überlassen ihre Finanzen anderen. Eine Umfrage aus 2019 des Deutschen Bankenverbands e. V. zeigt: 62% der Frauen halten sich für kompetent, wenn es um die Finanzen geht, und beschäftigen sich regelmäßig mit dem Thema Vermögensaufbau. Tendenz steigend! Trotzdem denken 69%, Geldanlagen und Altersvorsorge sei schwierig, 11% vertrauen beim Vermögensaufbau dem Partner und 62% kennen sich mit dem Thema Börse nicht aus. Frauen und Geld wird oft als Stigma gesehen. Zeit, es aufzubrechen!

Altersvorsorge und Geldanlagen für Frauen in Zahlen

Verschiedene Studien zeigen bei der Vermögensanlage, dass Frauen Wert auf Sicherheit legen – dies hat für 74% oberste Priorität. Rendite halten nur 23% der Befragten für wichtig. Nur jede 8. Frau hat Aktien im Depot, während Sparguthaben auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten liegt. Das Sparbuch ist laut Umfrage des Deutschen Bankenverbandes das beliebteste Finanzprodukt. Diese Zahlen wundern Fachleute, denn Frauen haben eine besondere Begabung bei Geldanlagen. Ruhe und Besonnenheit helfen euch, Flauten an der Börse auszusitzen und langfristig bessere Renditen einzufahren als Männer.

Warum ist es wichtig, zu investieren?

Werte wie Familie, Sicherheit und Freundlichkeit sind euch wichtiger als der schnöde Reichtum. Trotzdem haben Finanzen einen Nutzen und auch ihr legt solltet Geld zurücklegen. Wofür lohnt es sich zu sparen? Eure Bedürfnisse unterscheiden sich nicht von denen der Männer, denn ihr plant für

  • Notfälle,
  • das Eigenheim,
  • eure Familie,
  • die schönen Dinge des Lebens
  • und eure Altersvorsorge.

Stellt sich die Frage, warum Finanzen für Frauen so ein wichtiges Thema sein sollten? Reicht ein bisschen Sparen nicht aus? Hier die Antworten!

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Vermögensaufbau wirkt der Gehaltslücke entgegen

Bedingt durch die Berufswahl, Teilzeitarbeit und Berufsunterbrechungen verdienen Frauen in Deutschland weniger Gehalt – rund 20% weniger als Männer. Als Folge legen sie über die Jahre auch weniger auf die hohe Kante; Krisenzeiten schlagen dann härter zu. Was könnt ihr dagegen unternehmen? Mit kleinen Beträgen investiert ihr genauso gut wie mit großen. Bestimmte langfristige Geldanlagen wie ein Sparplan für ETFs kommen eurem Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit und Unabhängigkeit entgegen und bieten euch trotzdem eine vernünftige Rendite für den Vermögensaufbau.

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Keine Chance der Inflation durch renditestarke Geldanlagen

Sparanlagen erhalten aktuell nur niedrige Zinsen – wenn überhaupt – und die Inflationsrate liegt über den Zinssätzen. Das bedeutet: Das Geld in Sparanlagen vermehrt sich über die Jahre nicht genug, um die Preiserhöhungen auszugleichen. Der Wert des Sparguthabens sinkt leicht. Die Lösung ist, andere Finanzprodukte zu wählen. Mit einer höheren Rendite gleichen Frauen bei ihren Finanzen den Effekt der Inflation aus und erzielen wieder Gewinne.

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Dem Gender Pension Gap mit der Altersvorsorge vorbeugen

Fehlende Rentenbeiträge und Versicherungsjahre durch Teilzeitarbeit, geringeres Gehalt und familiäre Verpflichtungen führen zu einer kleinen Altersrente. Die Rente der Frauen liegt durchschnittlich rund 25% unter der der Männer. Altersarmut ist die Folge. Wie hoch eure Lücke bei den Finanzen sein wird, habt ihr selbst in der Hand, denn toughe Frauen investieren in Altersvorsorge. Mit der RiesterRente bekommt ihr zu den eigenen Beiträgen noch Förderungen vom Staat, die ihr nicht verpassen solltet.

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Unabhängigkeit durch Geldanlagen für Frauen

Ein weiser Spruch sagt: Zwei sind stärker als Einer allein – und das gilt meist auch in Beziehungen. Doch es kann immer wieder Unvorhergesehenes dazwischenkommen, sodass sich Frauen weniger auf ihre Partner verlassen sollten. Frauen sollten sich eigenes Finanzwissen aufbauen und Selbstständigkeit bewahren. Wisst ihr über Geldanlagen, Altersvorsorge und sogar die Börse Bescheid, seid ihr finanziell unabhängig und für Krisenzeiten gewappnet. Ein eigenes Vermögen, auch wenn es klein ist, verhindert dann finanzielle Not.


5 Tipps für eure finanzielle Unabhängigkeit

Den Umgang mit den Finanzen bewältigt ihr leicht mit diesen Schritten:

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Haushaltsbuch

Habt ihr einen Überblick über eure Einnahmen und Ausgaben? Falls nicht, hilft das Haushaltsbuch. Darin vermerkt ihr jeden Monat euer Gehalt und die regelmäßigen Lebenshaltungskosten. Mithilfe dieser Aufstellung plant ihr Ausgaben für weniger Wichtiges (aber Schönes!), zahlt leichter eventuelle Schulden zurück, legt eure Sparrate fest und habt eure Finanzen fest im Griff.

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Finanzieller Ausgleich

Denkt darüber nach, die Lohnlücke zwischen eurem Gehalt und dem eures Partners zu verringern. Seid ihr bei den Kindern zu Hause oder arbeitet in Teilzeit? Dann kann euer Partner die Rentenfortzahlung übernehmen oder einen Ausgleichsbetrag überweisen, den ihr in eine PrivatRente einzahlt. Wichtig: Sprecht über die Lücke und überlegt euch gemeinsam eine Lösung.

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Versicherungen planen

Vergesst nicht, für Notfälle vorzubauen. Einige Versicherungen wie die Privathaftpflicht oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehören zum Standard. Und lasst euch nicht von schwierig formulierten Versicherungsbedingungen verunsichern. Bei einer Beratung klärt ihr eure Fragen zu den Verträgen gemeinsam mit einem Fachmann.

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Wissen über Börse, Finanzprodukte und Vermögensaufbau

Online sind Unmengen an Material zu Geldanlagen veröffentlicht. Schaut euch auch mal in unserem Ratgeber um. Mit regelmäßigen Informationen zu Finanzprodukten und den Entwicklungen an der Börse findet ihr euch schnell mit den ungewohnten Begriffen zurecht und versteht die Zusammenhänge.

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Berührungsängste abbauen

Erste Schritte an der Börse geht ihr mit eurer/eurem Bankberater:in. Hierbei erhaltet ihr die richtigen Anlageempfehlungen und euer/eure Berater:in berät bei Fragen rund ums Investieren.


Wie sieht das ideale Investment aus?

Keine Angst! Um in Finanzprodukte zu investieren, braucht ihr kein Mathestudium und keine Bankausbildung. Es gibt auch keine speziellen Geldanlagen, in die nur Frauen investieren sollten. Bei den Finanzen unterscheidet ihr lediglich in drei Bereiche, die ihr miteinander kombiniert:

  • Sparanlagen für kurzfristige Verfügbarkeit: Bis zu drei Gehälter legt ihr für Notfälle zurück. Dazu eignen sich Sparkonten sowie Tages- und Festgelder mit kurzer Laufzeit. Diese Finanzprodukte sind risikoarm und flexibel, bringen jedoch wenig Zinsen.
  • Geldanlagen für den langfristigen Vermögensaufbau: Um eine Rendite bei den Finanzen zu erzielen, kommt ihr nicht an der Börse vorbei. Doch es gibt unterschiedliche Risikoklassen bei den Finanzprodukten, in die ihr euer Geld anlegen könnt. Fonds und ETFs beispielsweise verteilen das Risiko auf vielen verschiedenen Aktien und/oder Anleihen. Durch die große Zahl an unterschiedlichen Wertpapieren habt ihr die Möglichkeit, Anlageklassen miteinander zu kombinieren und dadurch nochmals das Risiko zu senken.
  • Altersvorsorge mit Versicherungen: Für eine regelmäßige und ausreichende Altersrente ist eine zusätzliche Rentenversicherung sinnvoll. Sie sorgt im Alter für gleichmäßige monatliche Zahlungen, die euren Lebensunterhalt sichern.

Investment für Frauen: Einstieg leicht gemacht!

Die langfristige Geldanlage an der Börse schreckt Anfängerinnen oft ab. Viele Frauen sehen eine Gefahr, dass mühsam Ersparte wie in einem Casino komplett zu verlieren. Der Unterschied an der Börse ist aber: Den Aktien, Fonds und ETFs stehen echte Werte gegenüber. Und eine Möglichkeit, Berührungsängste abzubauen, ist das Führen eines Musterdepots. Mit einem Musterdepot übt ihr zu investieren, ohne wirklich Geld einzusetzen. Ihr könnt aber auch zu uns zur Beratung kommen und wir unterstützen euch bei der Wahl der passenden Anlage.

Wie minimiert ihr bei der ersten echten Geldanlage euer Risiko? Dazu sind ETFs perfekt geeignet. Sie bilden zum Beispiel große Aktienindizes wie den DAX oder den Dow Jones nach, in denen sich die jeweils größten und zuverlässigsten Unternehmen befinden. Gleichzeitig splittet sich das Risiko, da Indexfonds die Anlagesumme in verschiedene Unternehmen stecken. Es gibt auch ETFs, die in risikoärmere Renten investieren. Habt ihr euch einen Indexfonds ausgesucht, müsst ihr danach nicht weiter Unternehmensberichte lesen und Kurse beobachten. Ein weiterer Vorteil der ETFs sind die geringen Kosten. Schaut euch gleich mal ETFs näher an!

Frauenhände halten ein Mobiltelefon mit Grafiken auf dem Display. Davor steht ein Laptop, der auch Graphen mit Daten anzeigt.

Frauen nehmen selbstbewusst ihre Finanzen in die Hand

Finanzen sind für Frauen von heute kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Engagiert kümmern sie sich selbst um den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge, um finanziell unabhängig zu sein. Obwohl viele noch Respekt vor Finanzprodukten an der Börse haben, ist das Risiko bei vielen Geldanlagen überschaubar. Beratung und eigene Recherche zu den Finanzen und der Börse bauen Vorbehalte ab und öffnen das Tor zu einem stabilen Vermögen und einer Absicherung der Rente im Alter.

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