Hinweise zum Wertpapierhandel

In der folgenden Übersicht finden Sie alle wichtigen Hinweise zum Wertpapierhandel.

1. Anlagekenntnisse und -strategie

Bei Ihrer Depoteröffnung wird festgehalten, über welche Anlagekenntnisse und -erfahrungen Sie verfügen und welches Risiko Sie eingehen möchten. Aus diesen Angaben folgt dann die für Sie passende Anlagestrategie. Wir unterscheiden vier Strategien, die den Rahmen für unsere Anlagevorschläge bilden:

Stabilität: Bei der Anlagestrategie Stabilität ist die Depotstruktur auf eine überwiegend kontinuierliche Wertentwicklung ausgerichtet. Im Vordergrund steht die Erwirtschaftung stetiger Erträge, wobei ein kleiner Teil des Depots für höhere Gewinnchancen eingesetzt werden kann. Geringe Wertverluste sind auf Jahressicht möglich. Die Diversifikation wird über die Assetklassenaufteilung Renten, Aktien, Immobilien, Alternative Investments und Liquidität vorgenommen. Den Schwerpunkt dieser Anlagestrategie bilden Renten- und Immobilienfonds.

Einkommen: Bei der Anlagestrategie Einkommen ist die Depotstruktur auf eine moderate Wertentwicklung ausgerichtet. Neben der Erwirtschaftung stetiger Erträge werden mit einem Teil des Depots höhere Gewinnchancen angestrebt. Wertverluste sind jederzeit möglich. Die Diversifikation wird über die Assetklassenaufteilung Renten, Aktien, Immobilien, Alternative Investments und Liquidität vorgenommen. Den überwiegenden Anteil dieser Anlagestrategie bilden Rentenpapiere und Immobilienfonds. Nationale und internationale Aktien(fonds) sowie Zertifikate können beigemischt werden.

Wachstum: Bei der Anlagestrategie Wachstum ist die Depotstruktur auf hohe Gewinnchancen ausgerichtet. Im Vordergrund steht die Erwirtschaftung einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung. Hohe Wertverluste sind jederzeit möglich. Die Diversifikation wird über die Assetklassenaufteilung Renten, Aktien, Immobilien, Alternative Investments und Liquidität vorgenommen. Den Schwerpunkt dieser Anlagestrategie bilden nationale und internationale Aktien(fonds), Zertifikate und Rentenpapiere.

Chance: Bei der Anlagestrategie Chance ist die Depotstruktur auf überdurchschnittliche Gewinnchancen ausgerichtet. Im Vordergrund steht die Erwirtschaftung einer außergewöhnlichen hohen Wertentwicklung. Sehr hohe Wertverluste sind jederzeit möglich. Die Diversifikation wird über die Assetklassenaufteilung Renten, Aktien, Immobilien, Alternative Investments und Liquidität vorgenommen. Den Schwerpunkt dieser Anlagestrategie bilden nationale und internationale Aktien(fonds) und Zertifikate.

Ihre Wertpapierorder

Sie sollten nur solche Wertpapiere in Ihre Anlageüberlegungen einbeziehen, zu denen Sie, zwecks Einschätzung damit verbundener Risiken, ausreichende Kenntnisse besitzen. Orderaufträge zu Wertpapieren, die über der von Ihnen angegebenen Kenntnisstufe liegen, nehmen wir nicht entgegen. So haben Sie die Sicherheit, nur Papiere zu kaufen, deren Risikostruktur Ihren Kenntnissen entspricht. Wollen Sie Geschäfte in einer höheren Kenntnisstufe tätigen, besprechen Sie dies mit Ihrem Berater. Er klärt Sie gerne über die entsprechenden Merkmale und Risiken der höheren Kenntnisstufe auf.

Um Finanztermingeschäfte (höchste Kenntnisstufe) tätigen zu können, müssen Sie zuvor ein Beratungsgespräch mit Ihrem Kundenberater geführt haben, in dem mit Ihnen die „Rahmenvereinbarung für den Abschluss von Finanztermingeschäften“ geschlossen wurde. Solange dies nicht geschehen ist, wird im Online Banking jede Order abgelehnt.

2. Risiken bei taggleichen Geschäften (Day-Trading)

Die Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten haben nicht nur zu neuen Produktangeboten geführt. Moderne Technologien haben teilweise auch die Art des Handels in Wertpapieren verändert. Damit wird es möglich, dasselbe Wertpapier, Geldmarktinstrument oder Derivat taggleich zu kaufen und zu verkaufen. Man spricht dann auch von Day-Trading. Hierbei wird beabsichtigt, unter Ausnutzung schon kleiner und kurzfristiger Preisschwankungen eines einzelnen Wertes Veräußerungsgewinne zu erzielen oder Kursrisiken zu begrenzen. Sofern Sie solche Geschäfte tätigen, sollten Sie sich über die besonderen Risiken im Klaren sein.

Sofortiger Verlust, professionelle Konkurrenz und erforderliche Kenntnisse

Bei der Durchführung solcher Geschäfte ist zu beachten, dass das Day-Trading zu sofortigen Verlusten führen kann, wenn überraschende Entwicklungen dazu führen, dass der Wert der von Ihnen gekauften Finanzinstrumente taggleich sinkt und Sie zur Vermeidung weiterer Risiken (Over-night-Risiken) gezwungen sind, den gekauften Wert vor Schluss des Handelstages zu einem Kurs unterhalb des Ankaufspreises zu veräußern. Dieses Risiko erhöht sich, wenn in Werte investiert wird, die innerhalb eines Handelstages hohe Kursschwankungen erwarten lassen. Unter Umständen kann das gesamte von Ihnen zum Day-Trading eingesetzte Kapital verloren werden. Im Übrigen konkurrieren Sie bei dem Versuch, mittels Day-Trading Gewinne zu erzielen, mit professionellen und finanzstarken Marktteilnehmern. Sie sollten daher in jedem Fall über vertiefte Kenntnisse in Bezug auf Wertpapiermärkte, Wertpapierhandelstechniken, Wertpapierhandelsstrategien und derivative Finanzinstrumente verfügen. Aufträge sollten Sie jederzeit nur mit Limit aufgeben, um das Verlustrisiko bei Kurssprüngen auszuschließen.

Zusätzliches Verlustpotential bei Kreditaufnahme

Unterlegen Sie Ihre Day-Trading-Geschäfte nicht nur mit Eigenkapital, sondern zusätzlich noch mit aufgenommenen Krediten, so beachten Sie, dass die Verpflichtung zur Rückzahlung dieser Kredite unabhängig vom Erfolg Ihrer Day-Trading-Geschäfte besteht und die Kosten den möglichen Gewinn schmälern.

Kosten

Durch regelmäßiges Day-Trading veranlassen Sie eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Geschäften in Ihrem Depot. Die hierdurch entstehenden Kosten (zum Beispiel Provisionen und Auslagen) können im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und dem erzielbaren Gewinn unangemessen hoch sein.

Unkalkulierbare Verluste bei Finanztermingeschäften

Bei Finanztermingeschäften besteht darüber hinaus das Risiko, dass Sie noch zusätzliches Kapital oder Sicherheiten beschaffen müssen. Dies ist dann der Fall, wenn taggleich Verluste eingetreten sind, die über Ihr Kapital bzw. die von Ihnen hinterlegten Sicherheitsleistungen hinausgehen.

Risiko der Verhaltensbeeinflussung

Werden spezielle Räumlichkeiten zur Abwicklung von Day-Trading-Geschäften zur Verfügung gestellt, so kann die räumliche Nähe zu anderen Anlegern in diesen Handelsräumen Ihr Verhalten beeinflussen.

3. Wichtige Informationen über Verlustrisiken bei Finanztermingeschäften

Um Finanztermingeschäfte (höchste Kenntnisstufe) tätigen zu können, müssen Sie zuvor ein Beratungsgespräch mit Ihrem Kundenberater geführt haben, in dem mit Ihnen die „Rahmenvereinbarung für den Abschluss von Finanztermingeschäften“ geschlossen wurde. Solange dies nicht geschehen ist, wird im Online Banking jede Order abgelehnt.

4. Depotbewertung

In der Depotanzeige im Internet möchten wir Ihnen möglichst aktuelle Informationen anbieten. Aus diesem Grund werden die für die Anzeige relevanten Kurse täglich mehrfach aktualisiert. Dabei werden nachmittags zwischen 15:30 und 17:00 Uhr die Kurse der inländischen Börsen übergeleitet, wobei es sich um die letztfestgestellten Kurse handelt, die zwischen 9:00 Uhr und 15.00 Uhr zustande kamen, sowie die Kurse der japanischen Börsen. In der Zeit von 0:30 und 3:30 Uhr sowie gegen 6:30 Uhr erfolgt dann die Überleitung der letztfestgestellten Kurse des vergangenen Börsentages. In Einzelfällen kommt es jedoch vor, dass wir für bestimmte Wertpapiere keinen Kurs erhalten und demzufolge die angezeigten Kurse nicht aktuell sind. Vor allem bei Investmentfonds kann es zu Verzögerungen kommen, wenn die jeweilige Kapitalanlagegesellschaft ihre Fondspreise verspätet liefert.

Tipp: Mit Klick auf die Bezeichnung erhalten Sie aktuelle Kurse, Charts und andere Wertpapierinformationen aus dem Infobroker. Alternativ können Sie die Funktionen „Private Liste, Limit oder Virtuelles Depot“ nutzen.

Bitte beachten Sie, dass der Depotbestand (Depotinhalt und Stückzahl) im Gegensatz zu den Kursen nur einmal täglich morgens aktualisiert wird.

5. Generelle Beschränkungen bei der Auftragserteilung

Aufträge zum Kauf oder Verkauf von Bezugsrechten/Teilrechten sowie der Bezug von jungen Aktien aus einer Kapitalerhöhung einer Gesellschaft können zur Zeit nicht über das Online Banking abgewickelt werden. In diesen Fällen wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater.

6. Ausführungsplatz

Kundenaufträge können regelmäßig an verschiedenen Ausführungsplätzen ausgeführt werden, z. B. an Börsen oder an sonstigen Ausführungsplätzen, im Inland oder im Ausland bzw. im Präsenz- oder im elektronischen Handel. Im Folgenden werden die im Regelfall verwendeten Ausführungswege und -plätze beschrieben.

Die von der Bank vorgeschlagenen Ausführungsplätze sind daran orientiert, dass Sie vorrangig den – unter Berücksichtigung aller mit dem Ausführungsgeschäft verbundenen Kosten – bestmöglichen Preis erzielen wollen. Da Wertpapiere im Regelfall Kursschwankungen unterliegen und deshalb im Zeitverlauf nach der Auftragserteilung eine Kursentwicklung zu Ihrem Nachteil nicht ausgeschlossen werden kann, werden vor allem solche Ausführungsplätze berücksichtigt, an denen eine vollständige Ausführung wahrscheinlich und zeitnah möglich ist. Es werden ferner im Rahmen der vorgenannten Maßstäbe andere relevante Kriterien (z. B. Marktverfassung, Sicherheit der Abwicklung) beachtet.

Unabhängig von dem vorgeschlagenen Ausführungsplatz können Sie uns Weisungen erteilen, an welchem Ausführungsplatz der Auftrag ausgeführt werden soll. Solche Weisungen gehen den Ausführungsgrundsätzen vor, d.h.die Grundsätze zur bestmöglichen Ausführung finden keine Anwendung.

Inländische Börsen

Generell zu unterscheiden sind die Parkettbörsen und das elektronische Handelssystem Xetra. An den Parkettbörsen werden Aufträge nach dem „Meistausführungsprinzip“ abgerechnet. Das bedeutet, dass der Kurs mit dem größtmöglichen Umsatz zustande kommt. Im Handelssystem Xetra erfolgt die Ausführung im fortlaufenden Handel nach der sogenannten „Preis-Zeit-Priorität“. Die Sortierung nach Preis-Zeit-Priorität bewirkt, dass Kaufaufträge mit einem höheren Limit Vorrang haben, vor solchen mit einem niedrigeren. Umgekehrt haben Verkaufsaufträge mit einem niedrigeren Limit Vorrang vor denen mit einem höheren. Die Zeit als sekundäres Kriterium gilt für den Fall, dass Aufträge gleich limitiert sind. Vorrang haben dann die Aufträge, die früher eingestellt wurden. Unlimitierte Aufträge haben im Orderbuch grundsätzlich Vorrang vor limitierten. Zwischen unlimitierten Aufträgen untereinander gilt ebenfalls die Zeitpriorität.

Mehrmals täglich zu festgelegten Zeiten finden in Xetra Auktionen statt bei denen wiederum, analog zu den Parkettbörsen, das Meistausführungsprinzip zugrunde gelegt wird. Sehr illiquide Werte werden meist nur in den Auktionen gehandelt.

Entgelte

Seit 01.10.2004 werden Teilausführungen im System Xetra börsentäglich zusammengefasst. Es wird ein Durchschnittskurs errechnet und dieser wird informativ ausgewiesen. Auf der Abrechnung wird einmal die Provision auf den Gesamtkursgegenwert berechnet.

An den Parkettbörsen kommt es zur Berechnung einer Maklergebühr (Courtage), im elektronischen Handelssystem Xetra wird eine Transaktionsgebühr erhoben. Beide richten sich nach der Höhe des Kursgegenwertes. Genaue Informationen erhalten Sie von Ihrem Kundenberater.

Ausländische Börsen

Bei Verkaufsaufträgen von im Inland verwahrten ausländischen Wertpapieren kann nur ein inländischer Ausführungsplatz ausgewählt werden. Soweit Sie beabsichtigen, den Bestandsposten an einer ausländischen Börse zu veräußern, muss zunächst eine Verlagerung des Depotbestandes zu unserer ausländischen Lagerstelle erfolgen. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater.

Für die Auftragserteilung an ausländischen Börsenplätzen gelten die jeweiligen Börsenusancen.

Direkthandel (außerbörslicher Handel)

Die Ausführungsgrundsätze gelten nur eingeschränkt, wenn Sie mit der Bank ein Festpreisgeschäft über den Direkthandel abschließen. Hierbei schließen Sie einen Kaufvertrag über Finanzinstrumente zu einem festen oder bestimmbaren Preis (Festpreisgeschäft), d.h. Kosten, Spesen und Handelsmargen der Bank sind in den Preis bereits einbezogen. Entsprechend der vertraglichen Vereinbarung sind Sie und die Bank unmittelbar verpflichtet, die geschuldeten Finanzinstrumente zu liefern und den Kaufpreis zu zahlen.

Im Direkthandel können Sie mit der Commerzbank - ohne Einschaltung einer in- oder ausländischen Börse - Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds, alle Zertifikate und Optionsscheine der Commerzbank handeln. Die wesentlichen Unterschiede gegenüber dem Börsenhandel sind:

  • Geschäfte werden sofort ausgeführt.
  • Börsenspesen entfallen.
  • Der genannte Preis ist für die von Ihnen angefragte Stückzahl gültig - Sie können sich entscheiden, ob Sie den Preis annehmen oder verfallen lassen wollen.
  • Aufträge werden als Ganzes ausgeführt. Es gibt keinerlei Teilausführungen mit den damit verbunden Kosten.
  • Die Gültigkeit des Preises ist zeitlich begrenzt. Sollten Sie den Preis nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer akzeptieren, so verfällt das Preisangebot. Sie können jedoch weitere Preisanfragen stellen.

7. Hinweis zu den Börsenregeln

Für Wertpapiertransaktionen an den Börsen gelten die jeweiligen Börsenbedingungen und Usancen, die in der Regel auf den Internetseiten der jeweiligen Börse abrufbar sind.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Regelwerke zwingend einzuhalten und zu beachten sind. Insbesondere sind die dort enthaltenen Bestimmungen betreffend des Verbotes der Eingabe gegenläufiger Komissionsaufträge, die dasselbe Wertpapier betreffen („Crossing“) sowie verbotene Geschäfte, die nach Absprache von zwei Handelsteilnehmern durch die Eingabe gegenläufiger Aufträge herbeigeführt werden („Prearranged Trades“), zu beachten.

Im Falle eines Verstoßes gegen die vorgenannten Bestimmungen erfolgt unverzüglich - unter Angabe des entsprechenden Verstoßes - eine schriftliche Abmahnung, in der darauf hingewiesen wird, dass der Anleger im Falle eines weiteren Verstoßes im Wege der Teilkündigung nach Nr. 19 Abs. 3 AGB-Banken für mindestens 20 Börsentage von der Nutzung des Order-Routing-Systems im Online Banking ausgeschlossen wird.

Wir bitten Sie in Ihrem eigenen Interesse die vorgenannten Bestimmungen zu beachten.

8. Notierungsart

Inländische Börsen

In der Regel werden alle Auftragserteilungen, unabhängig der Ordergröße, zum variablen Börsenkurs abgerechnet. Ausnahmen bilden zum Teil festverzinsliche Wertpapiere (Renten), Genussscheine, Zertifikate und sonstige illiquide Werte, deren Kurse nur einmal gegen Mittag zum Kassakurs an den Parkettbörsen festgestellt werden. Xetra unterscheidet zwischen fortlaufendem Handel und den täglichen Auktionen (siehe auch Punkt 6).

9. Limitierung von Aufträgen

Hierbei handelt es sich um eine von Ihnen vorgegebene Begrenzung des Kurses, zu dem das Wertpapier gekauft/verkauft werden soll. Unlimitierte Kauf- und Verkaufsaufträge (billigst/bestens) werden zum nächsten ermittelten Preis ausgeführt, wodurch eine gewisse Preisunsicherheit besteht.

Limitierte Aufträge schützen vor plötzlichen Kurssprüngen und sind daher besonders Privatanlegern zu empfehlen.

Stop-Limit

Bei dieser speziellen Form der Limitierung (Stop loss/Stop buy) wird bei Erreichen des Stop-Limits die Order automatisch in eine Billigst- beziehungsweise Bestensorder umgewandelt und zum darauf folgenden Kurs, der über oder unter dem Stop-Limit liegen kann, ausgeführt.

Inländische Börsen

Bei der Limitierung von im Inland auszuführenden Aufträgen bezieht sich die Limiteingabe immer auf die Handelswährung. Zu beachten ist die Limitierung bei Werten mit einer Notiz mit mehr als zwei Nachkommastellen:

Kurse und Limite bei stücknotierten Werten mit einem Kurs von unter 1 Euro werden an den Präsenzbörsen (Parkett) mit drei Nachkommastellen festgestellt.

Mit Wirkung ab dem 4. Januar 2010 wird der Notierungssprung (Tick Size)

auf dem elektronischen Handelssystem Xetra für Aktien und Aktien vertretende Zertifikate für die unten angegebenen Limite wie folgt festgelegt:

Unteres Preislimit Oberes Preislimit Tick Size in Euro
0 Euro 9,999 Euro 0,001 Euro
10 Euro 49,995 Euro 0,005 Euro
50 Euro 99,99 Euro 0,01 Euro
100 Euro unbegrenzt 0,05 Euro

Soweit uns Aufträge erreichen, die nicht vorgenannten Konventionen entsprechen, werden wir die erfassten Orderaufträge streichen. Die Kundenberater werden hierüber in Kenntnis gesetzt.

Ausländische Börsen

Die Erteilung eines Stop-Limits ist nicht an allen ausländischen Börsenplätzen möglich. Grundsätzlich werden ungültige Orderzusätze vom Online Banking abgelehnt beziehungsweise gemäß Usance angepasst. Über diesen Schritt erhalten Sie eine entsprechende Information.

Ausnahme:

Bei Auftragserteilung für die USA mit einer Stückzahl von weniger als 100 Aktien (odd lot = Bezeichnung für Börsen-Handelsaufträge mit einer Stückzahl, die nicht durch 100 teilbar ist) wird eine Auftragserteilung mit Orderzusatz nicht akzeptiert. Eine Ordererteilung wird zwar vom System angenommen und an den jeweiligen Markt weitergeleitet, jedoch erfolgt umgehend die Ablehnung von der Börse. Der Auftrag wird daraufhin gestrichen. Eine Benachrichtigung mit dem Grund der Streichung erfolgt an die depotführende Stelle. Im System ist lediglich die Streichung der Order, ohne Angabe des Streichungsgrundes zu sehen.

Bei der Limitierung von Aufträgen an ausländischen Börsenplätzen ist zu beachten, dass das Limit immer in der jeweiligen Landeswährung erfasst werden muss. Beispiel: in England erfolgt die Notierung in Pence und nicht in GBP. Die Limiterfassung erfolgt jedoch in GBP (Bitte Komma beachten).

Besonderheiten im Direkthandel

Eine Limitsetzung ist grundsätzlich nicht erforderlich. Aufträge ohne Limit (billigst oder bestens) werden zum aktuellen Preis sofort ausgeführt. Bei der Erteilung können Sie entscheiden, ob Sie den genannten Preis annehmen oder verfallen lassen möchten.

10. Gültigkeit von Aufträgen

Inländische Börsen

Derzeit liegt die Annahmeschlusszeit für die deutschen Börsenplätze Frankfurt, Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart bei 20.00 Uhr. Bitte beachten Sie jedoch, dass auch für Orders, die vor 20.00 Uhr erteilt wurden, keine taggleiche Ausführung garantiert werden kann.

Die Annahmeschlusszeit für den Ausführungsplatz Xetra® liegt bei 17.30 Uhr. Bitte beachten Sie auch hier, dass für Orders, die vor 17.30 Uhr erteilt wurden, keine taggleiche Ausführung garantiert werden kann.

Auch für Orders mit einer längeren Ordergültigkeit, die vor 17.30 Uhr beziehungsweise 20.00 Uhr erteilt werden, kann keine taggleiche Ausführung garantiert werden. Erreicht uns ein unlimitierter Orderauftrag nach dem Ende der für den jeweiligen Ausführungsplatz/für die jeweilige Notierungsart geltenden Handelszeit, so wird er für den nächsten Börsentag vorgemerkt.

Unlimitierte Aufträge gelten für einen Börsentag (tagesgültig) oder bis zum Ultimo eines Monats. Limitierte Aufträge für im Inland gehandelte Wertpapiere werden bis zum Ultimo des laufenden Monats vorgemerkt. Sofern eine Order am letzten Börsentag eines Monats erteilt und nicht ausgeführt werden konnte, gilt sie bis zum Ultimo des nächsten Monats. Während an Parkettbörsen Aufträge bis Ultimo des laufenden Jahres erteilt werden können, akzeptiert das Handelssystem Xetra nur Orders für maximal 90 Tage (bis Ultimo aktueller Monat plus 2 Monate). Alternativ besteht auch bei limitierten Aufträgen die Möglichkeit, diese tagesgültig zu erteilen.

Ausländische Börsen

Die Gültigkeit für Aufträge an ausländischen Börsenplätzen, richtet sich nach den am jeweiligen Ausführungsplatz geltenden Usancen (tagesgültig, monatsgültig oder jahresgültig). Die möglichen Gültigkeiten werden vom System vorgegeben. Über diesen Schritt erhalten Sie eine entsprechende Information.

Besonderheiten im Direkthandel

Ein im Direkthandel erteilter Auftrag gilt nur für eine sofortige Ausführung. Andere Gültigkeiten können nicht gewählt werden.

11. Auftragsweiterleitung

Inländische Börsen

Die erfassten Aufträge werden an die jeweilige Börse unter Berücksichtigung der dort geltenden Handelszeiten weitergeleitet. Soweit Aufträge erteilt werden, die für eine taggleiche Ausführung nicht rechtzeitig vorliegen, werden diese für den nächsten Börsentag vorgemerkt. In der Regel wird zum Ende der Handelszeit, meist zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr, durch die Maklerschaft der letzte Kurs ermittelt. Wird ein Orderauftrag innerhalb dieser Zeitspanne erteilt, so kann deshalb die börsenseitige Annahme der Order von der Bank nicht garantiert werden, da die letzte Kursfeststellung bereits stattgefunden haben kann.

Der Status der Order sollte durch Prüfung des Orderbuchs kontrolliert werden. Gegebenenfalls können Sie den Auftrag nach 20:00 Uhr für den nächsten Tag erneut erteilen.

Ausländische Börsen

Für ausländische Börsenplätze gelten abwicklungstechnische Einschränkungen: So erfolgt die Weiterleitung der Order an die entsprechende Börse ausschließlich an den unten genannten offiziellen Handelstagen der verschiedenen deutschen Börsen. Die erfassten Aufträge werden an die jeweilige Börse unter Berücksichtigung der dort geltenden Handelszeiten weitergeleitet.

Hinweise zu den Handelstagen

Grundsätzlich erfolgt die Orderweiterleitung an allen offiziellen Handelstagen der verschiedenen deutschen Börsen. Kein Handel findet an den bundesweiten Feiertagen statt.

Handelskalender der Frankfurter Wertpapierbörse

Die Ausführungen im Orderbuch werden nicht immer taggleich angezeigt. Grund hierfür sind die unterschiedlichen länderspezifischen Abwicklungsmodalitäten. Bitte beachten Sie, dass für die Abwicklung an ausländischen Börsen fremde Spesen entstehen. Die Höhe der Spesen ist vom jeweiligen Ausführungsplatz abhängig.

Ausführungen von bereits im Markt liegenden limitierten Aufträgen können auch an den Feiertagen und arbeitsfreien Werktagen durch die beauftragten Broker erfolgen. Die Ausführungsanzeige durch die Commerzbank erfolgt dann regelmäßig am nächsten Bankarbeitstag.

Es ist nicht gewährleistet, dass unlimitierte Aufträge immer ausgeführt werden. Gründe hierfür können zum Beispiel sein:

  • die Gattung ist nicht mehr börsennotiert
  • die Gattung ist illiquide
  • die Gattung ist vom Handel ausgesetzt

Besonderheiten bei Investmentfonds

Aufträge zum Handel in Investmentfonds können nur unlimitiert erteilt werden. Da bis zur Ausführung des Fondsauftrages unter Umständen mehrere Tage, auch über das Monats- und Jahresende hinaus vergehen können (z. B. Orderweiterleitung 30.12., Orderausführung 02.01. des Folgejahres), wird zum Zwecke der Ausführbarkeit die Gültigkeit Ultimo + 11 Monate automatisch vorbelegt. Abweichend davon gelten für eine börsliche Fondsorder die jeweiligen Usancen und Konditionen analog zum Aktienhandel.

Besonderheiten im Direkthandel

Aufträge im Direkthandel werden börsentäglich in einer längeren Handelszeit von 08.00 bis 22.00 Uhr angenommen. Weil der Auftrag nicht über die Börse, sondern direkt bei der Commerzbank gehandelt wird, ist das Geschäft nach erfolgreicher Freigabe des Auftrages sofort ausgeführt. Die Ausführung des Auftrags sollte durch Prüfung des Orderbuchs kontrolliert werden.

12. Orderänderung/-löschung

Die Möglichkeit zur Änderung und Löschung von Aufträgen kann Beschränkungen unterliegen, wenn die Aufträge bereits an eine Börse zur Ausführung weitergeleitet wurden. Die Bank wird dem Kunden diesbezüglich eine Rückmeldung zur Verfügung stellen, ob die Änderung/Löschung noch akzeptiert werden konnte oder abgelehnt werden musste. Den aktuellen Status der Aufträge können Sie über das Orderbuch abrufen.

Inländische Börsen

Bei einer Orderänderung kann lediglich das Limit und/oder die Gültigkeit geändert werden, alle weiteren Änderungen sind nur mittels Orderstreichung und anschließender Neuaufgabe möglich. Bitte prüfen Sie erst die Streichungsbestätigung im Orderbuch, um eine doppelte Ausführung zu vermeiden.

Ausländische Börsen

Im Gegensatz zu inländischen Börsen ist eine Gültigkeitsänderung der Order an ausländischen Ausführungsplätzen nicht möglich. Es kann nur das Limit geändert werden. Die Änderung der Gültigkeit ist nur mittels Orderstreichung und anschließender Neueingabe möglich. Die Bestätigung beziehungsweise Ablehnung eines Streichungsauftrages oder Limitänderung kann aufgrund der länderspezifischen Abwicklungsmodalitäten länger dauern als bei Aufträgen an deutschen Ausführungsplätzen.

Besonderheiten im Direkthandel

Ein im Direkthandel erteilter Auftrag kann nicht geändert oder gelöscht werden. Der Auftrag gilt als sofort ausgeführt, sofern die erfolgreiche Freigabe des Auftrages von der Bank bestätigt wurde.

13. Abrechnung in Währung

Inländische Börsen

Die Abrechnung an inländischen Börsen erfolgt immer in Euro.

Ausländische Börsen

Soweit Sie über ein für das Online Banking freigeschaltetes Währungskonto verfügen, kann die Abrechnung über dieses Konto erfolgen. Voraussetzung ist, dass die Handelswährung des Wertpapiers der Kontowährung entspricht. Bei ausgeführten Aufträgen in Fremdwährung, die nicht über ein Währungskonto abgerechnet werden, erfolgt die Devisenumrechnung am Geschäftstag plus ein Tag.

Ausnahme:

Für die Länder Australien, Hong Kong, Japan, Malaysia, Neuseeland, Singapur und Thailand erfolgt die Devisenumrechnung wegen der Zeitverschiebung am Handelstag.

14. Zeichnung von Neuemissionen

Bitte beachten Sie, dass bei bestimmten Emissionen die Anzahl der Zeichnungen pro Depot durch den Emittenten auf einen Auftrag beschränkt sein kann. Das Online Banking wird dann jeden weiteren Zeichnungsauftrag ablehnen.

Einzelheiten über die Entgegennahme von Zeichnungen entnehmen Sie bitte den Emissionsdaten, die Sie über den Menüpunkt „Neuemissionen“, Button Detail und die Auswahl eines Unternehmens in der Übersicht erreichen.

Nach Zuteilung können Sie im Orderbuch erfahren, ob und wie Ihre Zeichnung bedient wurde.