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Fußball-Kolumne

Zum Jahresausklang ein Remis

Dass es zum ersten Mal in ihrer noch jungen Amtszeit nicht zu einem Sieg gereicht hatte, machte der neuen Bundestrainerin wenig aus. Steffi Jones war zufrieden zum Abschluss des Länderspieljahres der DFB-Frauen. Das 1:1 (1:1) gegen Norwegen sei aufschlussreich gewesen, sagten auch viele ihrer Spielerinnen. Zumal Jones auf etliche Leistungsträgerinnen hatte verzichten müssen.

Siebeneinhalb Monate vor der Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden zeigte der Olympiasieger und Rekordeuropameister in Chemnitz eine überwiegend ansprechende Partie. Im 40. Aufeinandertreffen mit den Skandinavierinnen traf Ada Hegerberg in der 13. Minute für Norwegen, Josephine Henning gelang in der 32. Minute der verdiente Ausgleich. Trotz vieler weiterer Tormöglichkeiten für beide Teams – mit einem Chancenplus auf Seiten der deutschen Auswahl – gab es keine weiteren Treffer mehr.

"Wir haben Moral gezeigt, sind zurückgekommen. Am Ende war nicht mehr drin, aber wir haben nicht verloren - darauf lässt sich aufbauen", bilanzierte Jones später. Was ihr allerdings zu schaffen machte: Die Knöchelverletzung von Kapitänin Dzsenifer Marozsán, die in der 70. Minute ausgewechselt werden musste. Eine Diagnose lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Auf der deutschen Bank herrschte reger Betrieb. Die hohe Fluktuation war jedoch geplant. Es sollte viel ausprobiert werden. Vor 5500 Zuschauern wechselte Steffi Jones zur zweiten Halbzeit unter anderem Freiburgs Carolin Simon ein, die ihr Länderspieldebüt gab. Insgesamt tauschte sie im Verlaufe der Partie sechs Spielerinnen aus. Dennoch war das DFB-Team dem Siegtreffer – trotz der Sorgen um die verletzte Dzsenifer Marozsán – in der Schlussphase mehrmals ganz nahe.

Mit dem Remis kann die Frauennationalmannschaft dennoch mehr als zufrieden in die Länderspielpause gehen und die Feiertage genießen. Im kommenden Jahr geht es dann weiter. Das große Ziel des Teams ist der neunte EM-Titel im kommenden Sommer. Für Steffi Jones wäre das ein Traum-Einstand beim ersten großen Turnier unter ihrer Leitung. In der Vorrunde heißen die Gegner: Schweden, Italien und Russland. Dann sind hoffentlich auch die vielen derzeit verletzten Spielerinnen wieder am Ball.

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