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29. August 2006

Commerzbank baut Osteuropa-Geschäft aus - stärkeres Engagement in Russland

Die Commerzbank will ihr Geschäft auf dem boomenden russischen Bankenmarkt verstärken. Zu diesem Zweck hat sie mit der Moskauer Promsvyazbank vereinbart, an einer geplanten Kapitalerhöhung des Instituts teilzunehmen. Die Commerzbank wird nach der Kapitalerhöhung rund 15,3% an der russischen Bank halten. Die Teilnahme an der für September/Oktober zu erwartenden Kapitalerhöhung steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Die Option einer schrittweisen Aufstockung auf eine Mehrheitsbeteiligung wird derzeit geprüft. Vor diesem Hintergrund wurde Stillschweigen über den Preis der Kapitalerhöhung vereinbart.

Die Promsvyazbank ist mit einer Bilanzsumme von 3,7 Mrd Euro (per Mitte 2006) die zwölftgrößte Bank in Russland. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden Instituten des Landes. Das 1995 gegründete Unternehmen unterhält derzeit 115 Filialen in ganz Russland und beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter. Das Institut befindet sich mehrheitlich im Privatbesitz.

Den geschäftlichen Schwerpunkt bilden rund 39.000 mittelständische Firmenkunden, auf die je rund 70% der Kundenkredite und -einlagen entfallen. Kürzlich startete das Institut außerdem ein ehrgeiziges Expansionsprogramm im Privatkundengeschäft. Ziel ist der Aufbau einer Universalbank mit einem Marktanteil in Russland von rund 5%. Zur Finanzierung ihres Wachstums plant die Bank nun eine Kapitalerhöhung.

Das Rating der Promsvyazbank ist mit B (S&P, Fitch) und Ba3 (Moody`s) vergleichsweise gut. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag im Jahr 2005 bei 18%.

Die Commerzbank ist in Russland bereits seit 1999 mit einer Tochtergesellschaft, der Commerzbank (Eurasija) SAO, vertreten.

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