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15. Februar 2005

Jahresabschluss 2004

  • Commerzbank schlägt Dividende von 0,25 Euro vor und steigert operatives Ergebnis um 87%
  • Deutliche Erholung im vierten Quartal


Der Commerzbank-Konzern hat im Geschäftsjahr 2004 mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 87% auf 1.043 Mio Euro große Fortschritte gemacht. Das entspricht einer operativen Eigenkapitalrendite von 10,2%. Im vierten Quartal erreichte das Ergebnis dank eines wieder deutlich positiven Handelsergebnisses 174 Mio Euro und zeigte sich damit gegenüber dem schwachen Vorquartal spürbar erholt. Ohne die Sonderbelastungen bei der polnischen Tochter BRE Bank, die in Höhe von 49 Mio Euro überwiegend im Verwaltungsaufwand berücksichtigt sind, hätte das Quartalsergebnis über 220 Mio Euro betragen.

Trotz eines Restrukturierungsaufwands von 132 Mio Euro im 3. Quartal für die Neuausrichtung des Investment Banking konnte - nach dem Verlustausweis im Jahr zuvor - auch das Ergebnis vor Steuern kräftig auf 828 Mio Euro gesteigert werden. Nach Abzug der Steueraufwendungen von 353 Mio Euro und der Fremdanteile (82 Mio Euro) verbleibt ein Konzern-Jahresüberschuss von 393 Mio Euro. Er soll laut Vorschlag des Vorstands zur Zahlung einer Dividende von 0,25 Euro je Aktie verwendet werden. Der verbleibende Betrag (243 Mio Euro) wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Beim Zinsüberschuss erzielte die Bank trotz schwacher Kreditnachfrage und leicht rückläufiger Risikoaktiva einen beachtlichen Zuwachs von 7,7%. Da gleichzeitig - bei unverändert konservativer Bewertung - die Wertberichtigungen im Kreditgeschäft (836 Mio Euro) um mehr als ein Fünftel gesenkt werden konnten, lag der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge kräftig um 27,4% über Vorjahr. Der Provisionsüberschuss war auch ohne Rückenwind von den Aktienmärkten um 5,3% höher. Beim Verwaltungsaufwand blieb die Commerzbank mit 4.461 Mio Euro trotz der BRE Bank-Sonderbelastung gut im Plan.

Klaus-Peter Müller, Vorstandssprecher der Commerzbank, sagt zu den Zahlen: "Wie zu Jahresbeginn versprochen, haben wir 2004 unser operatives Ergebnis markant verbessert und sind auf dem Weg zu höheren Eigenkapitalrenditen gut vorangekommen. Wir haben die Risiken im Kreditgeschäft und die Kosten im Griff, spüren bei den Erträgen eine Belebung, verfügen über eine solide Kernkapitalquote von 7,5% und eine hohe Bilanzqualität. Es ist deshalb selbstverständlich, dass wir unser Versprechen einlösen möchten und vorschlagen, die Aktionäre an unseren Fortschritten mit einer Dividendenzahlung zu beteiligen. Für das Jahr 2005 bleiben wir zuversichtlich, eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens 8% zu erzielen. Ein guter Auftakt im Januar bestätigt uns in dieser Erwartung."


Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Millionen Euro):

  in4. Qu.4. Qu.
2004*)2003%2004*)2003
     
Zinsüberschuss29912776+7,7750663
Risikovorsorge(836)(1084)-22,9(185)(256)
Provisionsüberschuss22502136+5,3570591
Handelsergebnis539737-26,9103121
Hedgeergebnis640-85,0(1)3
Ergebnis aus Beteiligungen/Wertpapieren361291+24,17968
Verwaltungsaufwand44614511-1,111511113
Sonstiges betriebl. Ergebnis193174+10,9915
Operatives Ergebnis1043559+86,617492
Planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte83110-24,52221
Restrukturierungsaufwand132104+26,9--
Aufwand aus Sonderfaktoren-2325---
Ergebnis vor Steuern828(1980)-15271
Steuern353249+41,847139
Ergebnis nach Steuern475(2229)-105(68)
Jahresüberschuss393(2320)-99(88)
     
Ergebnis je Aktie in Euro0,66(4,26)   
Operative Eigenkapitalrendite10,2%4,9%   
Operative Aufwandsquote70,4%73,3%   
Eigenkapitalrendite vor Steuern8,1%(17,4%)   
Kernkapitalquote (nach BIZ)7,5%7,3%   
Bilanzsumme (Mrd Euro)425382   
Risikoaktiva (Mrd Euro)140141   

*)vorläufig, untestiert; Minus-Zahlen in Klammern.


Weitere Details zum Jahresabschluss 2004 werden auf einer Telefonkonferenz für Analysten sowie einer Pressekonferenz am morgigen Mittwoch, dem 16. Februar, um 10.30 Uhr, in Frankfurt vorgestellt. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen.

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