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10. Oktober 2002

BAFin: Untersuchung möglicher Kursmanipulation gegen Commerzbank.
Es gibt keine Zweifel an der Liquidität der deutschen Banken

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hat am Mittwoch, dem 9.10.2002, eine Voruntersuchung wegen möglicher Kursmanipulationen bei der Commerzbank-Aktie eingeleitet. Es bestehe der Verdacht, dass jemand die Aktie der Commerzbank bewusst durch Gerüchte-Streuung "in den Keller" treiben wollte. Die Behörde prüfe daher den Kursverlauf der vergangenen Tage. Zugleich teilte die BAFin mit, dass sich der Verdacht nicht gegen die Commerzbank richte.

Am Nachmittag veröffentlichte die BAFin die nachfolgende Pressemitteilung:

Die BAFin zur Situation im Bankwesen:

Die BAFin untersucht routinemäßig die aktuelle Ertrags- und Risikosituation der deutschen Banken. Insbesondere mit den Großbanken steht die BAFin in regelmäßigen Kontakt. Wegen der allgemeinen Kapitalmarktlage hat die BAFin ihre Aufsicht noch verstärkt. Sie informiert sich noch intensiver als üblich über die zu erwartenden Jahresabschlüsse.

Wie die Übersicht zeigt, leiden deutsche Institute genau wie ihre internationalen Mitbewerber unter dem Rückgang der Börsenkurse. Insgesamt dürften die Ergebnisse der vergangenen Jahre nicht erreicht werden.

"Von einer Zuspitzung der Lage im deutschen Bankenwesen kann nicht die Rede sein. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, die betroffenen Banken könnten die internationalen Eigenkapitalstandards zum Jahresende nicht einhalten. Insgesamt fehlt mir jedes Verständnis für die gegenwärtige Übertreibung des Marktes, insbesondere für die Zweifel an der Liquidität deutscher Institute", so Vizepräsident Caspari. Die Liquidität wird von den maßgeblichen deutschen Banken professionell gemanagt; es gibt keinen Anlaß zu bankaufsichtlicher Sorge.

Wer böswillig unzutreffende Gerüchte in die Welt setzt, muss mit Untersuchungen wegen möglicher Marktmanipulation rechnen.

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